Lebenszeichen – ein Projekt der Hoffnung

Die Coronakrise und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben drastische Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen. Es wird viel abverlangt, insbesondere ältere Menschen fürchten um die eigene Gesundheit und die ihrer Liebsten. Die gesundheitliche Krise ist auch eine große soziale Herausforderung, die eingeschränkten Kontakte verursachen Sorgen und Ängste, es droht eine Pandemie der Einsamkeit.

Dem setzen wir von der Selbsthilfegruppe (älterer) Migrant*innen/Geflüchteter mit Beeinträchtigungen und gesundheitlichen Einschränkungen im MIGRApolis - Haus aus der Vielfalt, Zeichen der Hoffnung und Zuversicht entgegen. Unter dem Titel Lebenszeichen gestalten die Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe mit viel Einfallsreichtum durch Farbenpracht auf Steinen und Zeichnungen und durch kreative Dichtkunst Signale, die Wünsche, sie bewegende Gedanken und Lichtblicke ausdrücken.

So sollen durch gemeinsame Schöpferkraft und Phantasie, ein Stück weit (Selbst -)Isolation in den eigenen vier Wänden überwunden und eine Kette der Gemeinsamkeit geschaffen werden.

Die Ergebnisse der Kreativität werden dann auf in vielerlei Wegen zu sehen und zu hören sein! Zum Beispiel auf einer „medialen Pinwand“ und hoffentlich auch wieder im MIGRApolis - Haus der Vielfalt.

Artikel: J. Michael Fischell (Dipl.Soz.Wiss.) Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

“Lebenszeichen“ findet statt im Rahmen des Projektes „Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe“
** Gefördert als spezifische Maßnahme im Rahmen der KOMM-AN NRW III Projekte durch die Landesregierung NRW; in Kooperation mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.


 

SELBSTVERTEIDIGUNGS- UND SELBSTBEHAUPTUNGSKURS FÜR JUNGE FRAUEN AB 18 JAHREN

Mach mit bei unserem

ZWEITÄGIGEN SELBSTVERTEIDIGUNGS- UND SELBSTBEHAUPTUNGSKURS FÜR JUNGE FRAUEN AB 18 JAHREN

WANN? AM SAMSTAG, 31.10. UND 07.11. VON 10-15 UHR
WO? HAUS MIGRAPOLIS, BRÜDERGASSE 16-18, 53111 BONN

Anmeldungen an Carina Pfeil
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0174-1658544

Der Kurs ist für die Teilnehmerinnen kostenlos. Alle aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen werden eingehalten.

STARKE FRAUEN

Die Übungsleiterinnen Annika Schwab und Sophia Zavelberg zeigen Euch:
Wie viel Kraft Ihr habt!
Was Eure Körperhaltung signalisiert!
Wie laut Eure Stimme sein kann für ein klares
"Nein"!

Weitere Kursinhalte sind:

Einfache Selbstverteidigungstechniken
Übungen zu Nähe - Distanz
Übungen zum sicheren Stand (-punkt)
Aufklärung von Mythen


Buchvorstellung: „Dersim: Geburtsstätte der alevitischen Legenden“

Donnerstag, 26. November 2020 von 19:00 bis 21:00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn

Veranstalter: Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur

Dersim: Geburtsstätte der alevitischen Legenden von Dr. Hidir Celik
Buchvorstellung mit anschließendem Gespräch zum Thema

Xızır (Hızır)-Kult und Rêya Xaq-Glaube

In der Forschung zum Alevitentum wurden öfter die angewendeten Begriffe, ohne kulturelle und ethnische Hintergründe zu klären, vermischt. Dies führte dazu, dass heute in der Forschung die kollektive Identität einer Religionsgemeinschaft geschaffen wurde, die aber die Grundwerte einer Gemeinschaft nicht einheitlich darstellt. Dies öffnete auch Tor und Tür für die Verfälschung der Geschichte und Tradition der Aleviten.

Dieses Buch stützt sich viel mehr auf die mündliche Form der Überlieferung der Legenden, Mythen und Rituale im Lebensalltag, die auch heute noch existieren.

Dabei geht der Autor zum Teil zu seiner Kindheit und Jugendzeit zurück, um seine Erinnerungen kritisch zu bearbeiten und wiederzugeben. Er möchte es dem Leser leichter machen, zu verstehen, was der ursprüngliche Glaube der Dersimer war und ist.

Kontakt: 0228 69 74 91
Keine Anmeldung erforderlich.

Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln zu Corona.


 

Workshop zu Werten und Identitäten: Wir Miteinander

Donnerstag, 12. November 2020 von 19:00 bis 21:30 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn

Veranstalter: Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur

Was ist mir wichtig? Welche sind die Werte, die mich mit anderen verbinden? Was kann ich aus anderen Kulturen lernen? In diesem Workshop werden die Teilnehmenden für die eigene Kultur und die Anerkennung der Kultur der Anderen sensibilisiert.

Leitung: Dr. Hidir Celik u. Pfr. Dirk Voos

Um Anmeldung wird gebeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0228/69 74 91
Anmeldeschluss: 30. Oktober 2020

Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln bezüglich Corona.


 

Geflüchtet sein – vor, während und nach Corona

Dienstag, 3. November 2020 von 18:00 bis 21:00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn

Veranstalter: Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur

Geflüchtet sein vor, während und nach der Corona-Pandemie. Es wird über die Situation berichtet und über die Folgen reflektiert. Wie ist das Vorgehen ethisch, juristisch, politisch zu bewerten?

Leitung: Dr. Hidir Celik u. Pfr. Dirk Voos

Um Anmeldung wird gebeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0228/69 74 91

Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln bezüglich Corona.


 

Interkulturelle Öffnung der sozialen Dienste

Mittwoch, 28. Oktober 2020 von 18:00 bis 20:00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn

Gesprächsrunde mit den VertreterInnen der Verbände und der Stadtverwaltung Bonn.

Veranstalter: Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur

Welche Rolle können die Träger der freien Wohlfahrtsverbände beim Prozess der interkulturellen Öffnung der sozialen Dienste spielen? Wie sind die Trägerstrukturen in Bonn?
In dem Gespräch werden die Netzwerkarbeit in der Integrationsarbeit, sowie die Funktion der Migrantenselbsthilfeorganisationen in den Sozialräumen und die Aufgaben der Integrationsagenturen in NRW diskutiert.
Anmeldung gewünscht.

Leitung: Dr. Hidir Celik

Anmeldung erbeten unter EMFA (Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn) / Integrationsagentur
Tel. 0228-69 74 91
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldeschluss: 20. Oktober 2020

Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln bezüglich Corona.


 

Nachbarschaftshelfer - ein interessantes Unterstützungsangebot (auch) für Menschen mit Migrationsgeschichte

Im Rahmen der Interkulturellen Woche fand am 28. September 2020 im MIGRApolis - Haus der Vielfalt die Informationsveranstaltung: „Nachbarschaftshelfer - Unterstützungsangebote im Alltag für Menschen mit Pflegebedarf oder einer Behinderung“ statt. Sie richtete sich insbesondere an ehrenamtliche und hauptamtliche Berater*innen und Begleiter*innen von Menschen mit Migrationsgeschichte.
 
Die sachkundigen Referentinnen Martina Romeike und Friederike Arps vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Köln und das südliche Rheinland erläuterten praxisbezogen Voraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten des Entlastungsbetrages. Im Austausch mit den Zuhörer*innen wurden Fragen erörtert wie: Wer kann den Entlastungsbetrag nutzen? Wer darf den Entlastungsbetrag abrechnen? Wofür, für welche Hilfen kann der Entlastungsbetrag eingesetzt werden? Dies können Betreuungsangebote für Pflegebedürftige oder Angebote für pflegende Angehörige, wie beispielsweise individuelle Hilfen bei der Haushaltsführung, ein Theaterbesuch  oder die Begleitung zum Arzt sein.
 
Für die Anerkennung als Nachbarschaftshelfer, bzw. Anbieter von Entlastungsleistungen benötigt man die Teilnahme an einem Nachbarschaftshelferkurs. Die nächsten (kostenlosen) Kurse finden am 30./31.10. in Köln und am 6./7.11. in Bonn statt. Es sind noch Plätze frei!

Wer Fragen zu den Kursen oder auch zum Thema hat, kann sich jederzeit an Frau Romeike oder Frau Arps wenden (Tel. 02203-3691-11170, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Ebenfalls gerne, so das Angebot der Referent*innen, beraten sie Vereine oder Institutionen bei der Planung von (auch mehrsprachigen) Nachbarschaftshelferkursen, oder speziell für Menschen mit Behinderungen.
 
Für diese Veranstaltung kooperierten das Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz Köln und das südliche Rheinland mit der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn / Integrationsagentur.
 
Bericht: J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.)
 

11. Bonner Woche der Kulturen 2020

16. bis 24. November 2020

Begegnungs(t)räume
Bewegte Worte – erweckende Klänge

Unter diesem Motto findet die diesjährige Bonner Woche der Kulturen statt, die seit dem Jahr 2000, alternierend zur Bonner Buchmesse Migration, alle zwei Jahre im Spätherbst ein Forum für interkulturelle Begegnung in der Bundesstadt Bonn darstellt.

Sie bietet mit Lesungen, Diskussionsforen, Vorträgen und Ausstellungen Anlässe zum Dialog und zur Begegnung über das Medium der Kultur. Besonders die literarischen und musikalischen Veranstaltungen setzen sich mit unseren Kulturräumen in ihrer ganzen Vielfalt auseinander.

Herzliche Einladung zur Teilnahme. Das Programm der diesjährigen Bonner Woche der Kulturen finden Sie hier:

BWK_2020_Gesamt.pdf


 

Antisemitismus-Projekt an Essener Schulen

Auf ein großes Echo in der Öffentlichkeit stieß ein Projekt der EMFA / Integrationsagentur, was momentan an einer Schule in Essen, der Gesamtschule Holsterhausen, durchgeführt wird. Die Wanderausstellung "Angst vor Hass" befasst sich darin mit der Geschichte des Antisemitismus sowie mit der aktuellen politischen Situation und der Judenfeindlichkeit heute. Anfang dieses Jahres wurde sie in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Bonn-Tannenbusch gezeigt.

Am 8. September 2020 wurde die Ausstellung in der Gesamtschule Holsterhausen mit einem Grußwort des Essener Oberbürgermeisters Thomas Kufen eröffnet. Darin sprach er, dass Antisemitismus alle Bürger*innen etwas angeht, "weil dieser vom stillschweigenden Einverständnis mit judenfeindlichen Auffassungen, von Gedanken, bis hin zu Taten reichen kann."

Bestandteile der Ausstellung sind Smartphone-Videos mit Schüler*innen-Statements und die Website angst-vor-hass.de. Berichte älterer Zeitzeugen über ihr Leben in Deutschland und ihre Erfahrungen mit Antisemitismus sind ebenso darin vorhanden wie Aussagen jüngerer Menschen jüdischen Glaubens. Auch Schüler*innen und Bundeskanzlerin Angela Merkel kommen in der Schau zu Wort.

"Was ich besonders gut finde: Schülerinnen und Schüler werden ausgebildet, um die Klassen durch die Wanderausstellung zu führen", sprach der Essener OB und dankte den Beteiligten, die die Ausstellung konzipiert haben: Ulrich Püschmann, freischaffender Fotograf aus Essen, Dr. Uri Kaufmann, Leiter der Alten Synagoge Essen, und Hidir Celik, Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit in Bonn. Er bedankte sich auch bei der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, und den Verantwortlichen der Gesamtschule Holsterhausen für ihre Unterstützung und äußerte den Wunsch, dass die Ausstellung möglichst viele (junge) Menschen erreiche.

Hier finden Sie den Bericht der WAZ zum Projekt:
WAZ 21 09 2020 Antisemitismus Thema an Schule


 

Interkulturelle Woche feierlich eröffnet

Am 18. September 2020 wurde im MIGRApolis - Haus der Vielfalt die diesjährige Interkulturelle Woche eröffnet. Wenn auch die Veranstaltung aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nur in kleinerem Rahmen und mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden konnte, fanden 22 Besucher den Weg in unser Café.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr die Tradition der Interkulturellen Woche pflegen können.

Für die musikalische Umrahmung sorgten zwei Mitglieder der Alevitischen Gemeinde Bonn, die traditionelle Musik aus ihrer Heimat vortrugen.

IKW 2020 Foto: Celik