EMFA-Sozialberatung ab dem 19.05.20 wieder im Haus MIGRApolis!

Wir freuen uns sehr, dass wir ab Dienstag, den 19.05.20 wieder unsere regulären Beratungszeiten im Haus MIGRApolis anbieten können.

Bitte beachten Sie dazu folgende Hinweise:

Die wöchentlichen Beratungszeiten Dienstags von 10-12 Uhr und Donnerstags von 15-17 Uhr bleiben bestehen.
Die Beratung findet ausschließlich im Café (EG) des Hauses statt. Das Betreten der Büroräume ist Besucher*innen nicht gestattet.
Das Betreten des Cafés ist ausschließlich mit Maske gestattet.
Um zu vermeiden, dass sich zu viele Menschen in einem Raum aufhalten, dürfen wir leider keinen Wartebereich schaffen. Wenn keine*r der Berater*innen frei ist, müssen Sie zu einem anderen Zeitpunkt wiederkommen. Daher unsere Empfehlung: Rufen Sie uns vorher an und vereinbaren Sie einen Termin. So können wir gewährleisten, dass Sie beraten werden.

Darüber hinaus bitten wir Sie um Einhaltung der allgemeinen Corona-Auflagen:
• Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zum Nächsten
• Vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt, wie Händeschütteln oder Schulterklopfen
• Tragen Sie Ihre Maske
• Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie grippeähnliche Symptome haben.

Bitte haben Sie Verständnis für die neue Situation und dadurch entstehende Verzögerungen der Bearbeitung Ihrer Anliegen.
 

 

FBK-Rundbrief Nr. 1 erschienen

Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe
Selbsthilfe – Netzwerk - Austausch - Information – Weiterbildung
 
Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,
 
für unseren ersten Rundbrief im Rahmen unseres praxisorientierten Online-Projektes, bzw. unseres fachlichen Erfahrungsaustausches, habe ich einige Informationen und Beiträge gesammelt, von denen ich hoffe, dass sie für Sie, die im Arbeitsfeld Flucht, Migration und Beeinträchtigung/Behinderung Tätigen bzw. für Selbsthilfe–Aktivist*innen und am Thema interessierten Leser*innen von Nutzen sein können. 
 
Es ist mir ein Anliegen, dass auch in der aktuellen´Coronasituation´ der Zugang zu Informationen und Leistungen medizinischer Versorgung für geflüchtete/ zugewanderte Menschen mit Behinderung sichergestellt ist. Geflüchtete Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – brauchen niedrigschwellige, herkunftssprachliche Informationen, besonders wenn sie sich noch im Asylverfahren befinden und ihr Leben von großer Unsicherheit geprägt ist.
 
Inhalte / Bestandteile des „Briefes (1)“ sind im Einzelnen:
Informationsmaterialien (mehrsprachige), Link-Sammlungen, Adressen und Videomaterialien zum Thema  Corona
Informationen zu Hilfeleistungen und Angeboten (im Stadtteil)
Stellungnahmen, Appelle 
Onlinekommunikationstools zur digitalen Barrierefreiheit im Internet
Was ist und wie organisieren wir Selbsthilfe?
Warum Selbsthilfe von Migrant*innen / Geflüchteten? Film-Tipp 
Projekte , Literatur und Newslettter zu Themen Flucht / Migration, Beeinträchtigung / Behinderung, Gesundheit / Erkrankungen  
Termine, Hinweise
 
Möchten Sie diesen Rundbrief erhalten? Dann schreiben Sie mir bitte unter der Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !
 
Ich freue mich über Rückmeldungen, Fragen, Erfahrungen  und Hinweise. Ich wünsche Ihnen/ Euch und Ihren/Euren Klient/-innen viel Kraft und Gesundheit.
 
Mit freundlichen Grüßen 
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) 
 
Kontakt: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA/ Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) (Projektkoordination)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 0176  34 68 34 10
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite: Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe
Selbsthilfe – Netzwerk - Austausch - Information – Weiterbildung
 
Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,
 
für unseren ersten Rundbrief im Rahmen unseres praxisorientierten Online-Projektes, bzw. unseres fachlichen Erfahrungsaustausches, habe ich einige Informationen und Beiträge gesammelt, von denen ich hoffe, dass sie für Sie, die im Arbeitsfeld Flucht, Migration und Beeinträchtigung/Behinderung Tätigen bzw. für Selbsthilfe–Aktivist*innen und am Thema interessierten Leser*innen von Nutzen sein können. 
 
Es ist mir ein Anliegen, dass auch in der aktuellen´Coronasituation´ der Zugang zu Informationen und Leistungen medizinischer Versorgung für geflüchtete/ zugewanderte Menschen mit Behinderung sichergestellt ist. Geflüchtete Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – brauchen niedrigschwellige, herkunftssprachliche Informationen, besonders wenn sie sich noch im Asylverfahren befinden und ihr Leben von großer Unsicherheit geprägt ist.
 
Inhalte / Bestandteile des „Briefes (1)“ sind im Einzelnen:
Informationsmaterialien (mehrsprachige), Link-Sammlungen, Adressen und Videomaterialien zum Thema Corona
Informationen zu Hilfeleistungen und Angeboten (im Stadtteil)
Stellungnahmen, Appelle 
Onlinekommunikationstools zur digitalen Barrierefreiheit im Internet
Was ist und wie organisieren wir Selbsthilfe?
Warum Selbsthilfe von Migrant*innen / Geflüchteten? Film-Tipp 
Projekte , Literatur und Newslettter zu Themen Flucht / Migration, Beeinträchtigung / Behinderung, Gesundheit / Erkrankungen  
Termine, Hinweise
 
Möchten Sie diesen Rundbrief erhalten? Dann schreiben Sie mir bitte unter der Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !
 
Ich freue mich über Rückmeldungen, Fragen, Erfahrungen  und Hinweise. Ich wünsche Ihnen/ Euch und Ihren/Euren Klient/-innen viel Kraft und Gesundheit.
 
Mit freundlichen Grüßen 
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) 
 
Kontakt: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) (Projektkoordination)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 0176  34 68 34 10

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite: www.fbk-bonn.de


Nachruf auf Klaus Otte

Am Samstag abend (02.05.2020) erfuhr ich von einem Freund durch eine E-Mail, dass Klaus Otte im Alter von 85 Jahren verstorben ist. In diesem Augenblick dachte ich an die letzten 25 Jahre mit ihm zurück.
 
Prof. Klaus Otte war ein Theologe und Religionswissenschaftler, der sich lebenslang dem interreligiösen Dialog und der interkulturellen Arbeit gewidmet hat. Er war Gründungsmitglied des Bonner Instituts für Migrationsforschung und viele Jahre lang Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des BIM e.V.

Mit seiner theologischen und wissenschaftlichen Haltung war Klaus Otte eine umstrittene Persönlichkeit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Öfters sagte er in unseren persönlichen Gesprächen, dass er in einem Spagat zwischen der Gemeindearbeit als Pfarrer und der wissenschaftlichen Arbeit als Theologe stehe. Dennoch hat er immer wieder daran gearbeitet, einen Weg zu finden, die beiden Funktionen zu vereinbaren.
 
Als Theologe und auch als Pfarrer wurde er von vielen Religionsgemeinschaften als Ansprechpartner gesehen. Nicht immer stieß seine theologische Haltung auf Verständnis. Er war für uns immer ein kluger Ratgeber und Gesprächspartner, der sich mit Humor für Belange der Kulturen und Religionen einsetzte.

Meine Erinnerungen an ihn gehen auf 1994 zurück, als er uns angeboten hat, sich für Flüchtlinge und Migranten einzusetzen. So kam es auch zur Gründung des BIM als Verein. Er hat unsere Arbeit als BIM immer unterstützt, an mehreren von uns organisierten Bildungsreisen teilgenommen, und er hat uns mit seiner interessanten Persönlichkeit sowie seinem Wissen bereichert. In ihm hatte ich einen verlässlichen und vertrauensvollen Freund gefunden.

Durch seinen unerwarteten Tod haben wir einen wertvollen Mitstreiter verloren. Wir wünschen seiner Familie viel Kraft und Trost.
 
PD. Dr. Hıdır Çelik, Leiter der Evangelischen Migrations-und Flüchtlingsarbeit Bonn - Integrationsagentur 
/ Gründungsvorsitzender des BIM e.V. (bis März 2018) 
 
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Foto: Archiv Bonner Buchmesse Migration, 2005

 
 
 

Familien fit machen für Kitas und Schule – ein aktuelles Projekt der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit

 
In diesem Projekt wollen wir Eltern – speziell Mütter – auf Erziehungs- und Bildungsanforderungen in Deutschland vorbereiten. Kitas und Schulen werden durch das Projekt entlastet.
 
In Zusammenarbeit mit Kitas und Grundschulen werden einfache Informationseinheiten und Beratung für geflüchtete Familien mit Kindergarten- und Schulkindern angeboten.

Unterschiedliche Verhaltensweisen von Flüchtlingsfamilien und deutschen Eltern werden besprochen und kulturelle Hintergründe und Motive dafür erklärt. Dabei geht es nicht um Bewertungen, sondern um Austausch und Klärung von Unterschieden.

Der Entstehungskontext für die jeweiligen unterschiedlichen Vorstellungen soll erfragt und beschrieben werden.

Um eine lockere Lern-Atmosphäre zu schaffen, wird zu Beginn ein gemeinsames Frühstück mit Kennenlernen empfohlen.
 
Folgende Themen werden u.a. angesprochen:
• Wie sieht Erziehung und Bildung im Herkunftsland und wie hier in Deutschland aus?
• Wünsche, Erwartungen, Ängste der Mütter an Kita und Schule
• Wünsche und Erwartungen von Kita und Schule an die Eltern und Kinder
• Einfache Informationen zum deutschen Schulsystem
• Wie können die Eltern den Kindern helfen – was ist das Wichtigste?
• Normen, Werte und rechtliche Grundlagen in Deutschland in Bezug auf Erziehung, Kinderrechte und Gleichberechtigung der Frau

Projektleitung und Ansprechpartnerin: Barbara Schlüter 

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 

Aufruf zur Mitteilung von Problemen im Rahmen mit der aktuellen Corona-Krise

Es sind schwere Zeiten angebrochen für den Flüchtlingsschutz. Wichtiger als je zuvor ist es jetzt, zuverlässige und klare Informationen zur Situation von Geflüchteten zu erhalten, wenn Schutzmaßnahmen nicht eingehalten werden, Geflüchtete bei Behörden Probleme erfahren oder aufgrund der Einschränkungen mit anderen Herausforderungen konfrontiert sind.

Die Informationen wollen wir nutzen, um konstruktive, kreative, pragmatische, aber vor allem auch menschenrechtlich vertretbare Lösungen gegenüber der Politik und der Verwaltung vorzuschlagen. Die aktuelle Krise darf nicht zur Missachtung von Grund- und Menschenrechten beim Flüchtlingsschutz führen!

Hierfür bitten wir um Eure/Ihre Unterstützung, uns zu informieren, falls Probleme/Missstände in Verbindung mit Corona bekannt sind oder werden, z.B.
-       beim Zugang zu Behörden,
-       im Asylverfahren,
-       bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln,
-       bei Bleiberechtsregelungen für Geduldete,
-       beim Leistungsbezug (AsylbLG, SGBII/XII etc.),
-       in den städtischen Unterkünften und Landeseinrichtungen,
-       bei der Gesundheitsversorgung,
-       bei der Beschulung von Kindern,
-       durch Arbeitgeber*innen (z.B. erzwungene Kurzarbeit).

Dann kontaktieren Sie/kontaktiert uns bitte:
 
Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V.
Sara Ben Mansour
Mobil: 0157 711 667 60, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Johanna Strohmeier
Mobil: 0157 337 820 94, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
Beyza Misir
Tel: 0228 267 1720, Mobil: 0151 17994586,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Deutsches Rotes Kreuz
Thomas Tobor
Mobil : 0162 2972 653, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA)
Carina Pfeil
Mobil: 0174 1658544, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Hannah Huser
Mobil: 0163 4560 171, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Kalina Velikova
Mobil: 0157 511 612 63, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Migrantinnentreff Gülistan
Tel: 0228 264 197, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
 
Wir bedanken uns für Ihre/Eure Mitwirkung und wünschen allen viel Gesundheit!
 

 

Herzliche Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2020

18. September – 3. Oktober 2020

„Zusammen leben, zusammen wachsen“,
so lautet in diesem Jahr das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2020. Das Motto der Interkulturellen Woche passt auch in eine Zeit, wo wir als Gesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie auf vieles verzichten, um diese Zeit gemeinsam in Solidarität zu verbringen.

Solidarität ist in dieser Zeit großgeschrieben. Wir werden gemeinsam in Vielfalt die Pandemie besiegen, wenn wir zusammenhalten. Wir können nicht wissen, ob wir nach dem Sommer wieder zur Normalität zurückkehren werden können. Dennoch möchten wir die Interkulturelle Woche so planen, in der Hoffnung, dass sie stattfinden kann.

Die Interkulturelle Woche startet bundesweit am Sonntag, 27. September und dauert bis Sonntag, 4. Oktober 2020. Der Tag des Flüchtlings ist in diesem Jahr am 2.Oktober 2020.
In Bonn beginnen wir die IKW bereits am 18. September 2020, mit einer feierlichen Eröffnung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt.

Auch „wir nehmen eine Veränderung des politischen Klimas in unserem Land wahr, das nicht allein an den rechten Rändern wirksam wird, sondern schleichend in Politik und Zivilgesellschaft Raum greift. Diese Bedrohung betrifft Menschen, die in unser Land geflohen oder eingewandert sind ebenso wie Menschen, die seit Generationen in diesem Land leben. Von Gewalt betroffen sind all jene, die sich für eine offene Gesellschaft, den Schutz der Menschenrechte aller Menschen einsetzen und sich dem Hass entgegenstellen“.

Der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau im Februar dieses Jahres ist ein weiterer schrecklicher Gewaltakt als Folge von menschen- und fremdenfeindlichen Ideologien, die durch ein Klima von Abschreckung und Angst die Gesellschaft in Deutschland spalten wollen.

Als Organisatoren der Interkulturellen Woche in Bonn rufen wir dazu auf, dass wir als Kirchen und Initiativen gemeinsam mit BürgerInnen in den Stadtteilen laut und vielfältig unsere Stimme gegen jede Art vom Nationalismus, Rassismus, religiösen Fanatismus und Diskriminierung und für eine gleichberechtigte demokratische Gesellschaft erheben.

Wir rufen dazu auf, dass wir uns gemeinsam auf die Seite von bedrängten und bedrohten Menschen sowie Geflüchteten stellen, um gemeinsam in Netzwerken für eine friedliche, solidarische Gesellschaft aufzutreten.

Mit der Interkulturellen Woche 2020 möchten wir versuchen, wie auch in den vergangenen Jahren, gemeinsam als Bonner Organisationen, Einrichtungen, Kirchengemeinden, Vereine und Verbände, die interkulturellen Themen in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir möchten uns durch Begegnungen in den Stadtteilen kennenlernen, uns gegenseitig einladen, treffen und zeigen, wie ein bereicherndes Zusammenleben in unserer Stadt in Vielfalt gelingen kann.

Machen Sie bei der Interkulturellen Woche 2020 in Bonn mit!

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Drei neue KOMM-AN-Projekte der EMFA / Integrationsagentur

 
Trotz der Corona-Krise versuchen wir, unsere KOMM-AN-Projekte weiterzuführen wie bisher, nur unter veränderten Verhältnissen. Als EMFA-Integrationsagentur führen wir in diesem Jahr drei Projekte in Großraum Bonn durch.
 
 

Geflüchtete Menschen mit Behinderung vor Corona schützen - Infektionsrisiken senken

Ein Appell von Handicap International e.V. an die Ministerpräsident/-innen der Bundesländer 
 
Menschen mit Behinderung droht bei einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 in vielen Fällen ein lebensbedrohlicher Krankheitsverlauf. Geflüchtete Menschen mit Behinderung sind aufgrund ihrer Unterbringung in Sammelunterkünften besonders gefährdet, sich zu infizieren. Um ihr Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit bestmöglich zu wahren, müssen Politik und Verwaltung handeln.
 
Wir appellieren an die Ministerpräsident/innen der Länder:
 
  • Um geflüchtete Menschen mit Behinderung und alle weiteren zur „CoronaRisikogruppe“ zählenden geflüchteten Personen zu schützen, müssen diese zusammen mit ihren Angehörigen aus Sammelunterkünften in dezentrale Unterkünfte verlegt werden. 
  • Geflüchteten Menschen mit Behinderung muss in der Corona-Krise uneingeschränkter Zugang zu sozialen und medizinischen Leistungen gewährt werden, um ihnen weitere Unsicherheiten und Belastungen zu ersparen und krisenbedingte Zugangsbarrieren abzubauen.  
  • Während der Corona-Krise dürfen keine Leistungskürzungen erfolgen. Negative Asylbescheide müssen bis zum Sommer ausgesetzt werden.
 
Menschen mit Behinderung gehören in vielen Fällen der Risikogruppe an Bei Menschen mit Behinderung verläuft eine Erkrankung an Covid-19 oft sehr schwer. Viele Behinderungen gehen mit Risikofaktoren wie einer eingeschränkten Herz- und/oder Lungenfunktion, einem schwachen Immunsystem oder Muskelbeschwerden einher. So besitzen zum Beispiel Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ein vergleichsweise geringes Lungenvolumen. Wer unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt ist, kann nur schwer abhusten. Viele Menschen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) sind aufgrund eines schwächeren Immunsystems Infektionen gegenüber weniger widerstandsfähig. Auch chronisch Erkrankte haben in den meisten Fällen ein erhöhtes Risiko für einen gefährlichen Covid-19-Krankheitsverlauf.  In der gegenwärtigen Situation gilt es zudem, die Unterstützungsbedürfnisse von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung oder einer Lernbehinderung wahrzunehmen. Für sie kann es unter Umständen sehr schwer sein, die relevanten Informationen zum Thema Sars-CoV-2 und die damit einhergehenden Verhaltensregeln zu erfassen. Viele kognitiv beeinträchtigte Menschen sind im Falle einer Covid-19-Erkrankung zudem nicht in der Lage, Krankheitssymptome rechtzeitig zu erkennen und zu kommunizieren. Hier ist eine aufmerksame und sensible Begleitung notwendig. Außerdem müssen infektionsvorbeugende Verhaltensregeln in leichter Sprache, oft in persönlicher Ansprache und in Wiederholung, zugänglich gemacht werden. 
 
Bereits diese Beispiele zeigen: Menschen mit Behinderung sind in der derzeitigen Pandemiesituation besonders exponiert. Sie müssen daher auf bestmögliche Weise darin unterstützt werden, sich vor der Covid-19-Erkrankung zu schützen, die für sie lebensgefährlich verlaufen könnte. Mit Blick auf jene Menschen mit Behinderung, die der Gruppe der Geflüchteten angehören, kommt Deutschland diesem Schutzauftrag derzeit zu wenig nach. Die vielerorts praktizierte Form der Unterbringung in Sammelunterkünften setzt diese vulnerable Personengruppe einem unnötig hohen Infektionsrisiko aus. Geflüchtete Menschen mit Behinderung aus Sammelunterkünften vorbeugend in dezentrale Unterkünfte verlegen Die in der Zuständigkeit der Länder oder Kommunen liegende Unterbringung geflüchteter Menschen in Sammelunterkünften bedeutet für die „Corona-Risikogruppe“ - unter ihnen auch geflüchtete Menschen mit Behinderung - eine besondere Gefährdung. Es ist davon auszugehen, dass im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion innerhalb einer Sammelunterkunft in kürzester Zeit zahlreiche Kontaktpersonen ebenfalls infiziert werden. Das Zusammenwohnen auf engstem Raum, das oftmalige Fehlen von Schutzausrüstung und sogar von Desinfektionsmitteln setzt alle Bewohner/-innen, auch die von einem schweren Krankheitsverlauf bedrohten, einem hohen Infektionsrisiko aus. Derzeit praktizierte Maßnahmen, die nach Eintreten einer SARS-CoV-2 Infektion eine Umverteilung Betroffener und der mit ihnen in Kontakt stehenden Bewohner/-innen in andere Sammelunterkünfte zum Ziel haben, greifen zu kurz. Zu groß ist die Gefahr, weitere Kontaktpersonen und somit potenziel Infizierte zu übersehen.  Um die in Sammelunterkünften lebende vulnerable „Corona-Risikogruppe“ vor einer Infektion und einem mit ihr einhergehenden gefährlichen Krankheitsverlauf zu schützen, muss diese vorbeugend in dezentrale Unterkünfte verlegt werden, in denen der notwendige Infektionsschutz sichergestellt werden kann. Dafür kommen zum Beispiel Wohnungen, leerstehende Ferienappartements und Hotels infrage. Mit der Umverteilung muss überprüft werden, inwieweit eine pflegerische, soziale oder medizinische Betreuung notwendig ist. Gelingen kann ein solcher Prozess bei guter Zusammenarbeit von Ländern, Landkreisen und Kommunen, Einrichtungsleitungen, Fach- und Beratungsstellen und den Betroffenen selbst. Bereits jetzt gibt es positive Beispiele für dieses Vorgehen. So hat die Hansestadt Bremen am 24.03.2020 der Corona-Risikogruppe angehörige Bewohner/-innen der dortigen zentralen Landesaufnahmeeinrichtung dezentral untergebracht.i Auch haben die Integrationsbeauftragten von Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in einer gemeinsamen Erklärung die Notwendigkeit eines solchen Schrittes unterstrichen.ii Zugang zu Informationen und Leistungen für geflüchtete Menschen mit Behinderung sicherstellen – Fristen und negative Asylbescheide aussetzen  Geflüchtete Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – brauchen niedrigschwellige, herkunftssprachliche Informationen, besonders wenn sie sich noch im Asylverfahren befinden und ihr Leben von großer Unsicherheit geprägt ist. Viele Organisationen, unter anderem auch Handicap International e.V.iii, haben darauf rasch reagiert, sodass inzwischen viele derartige Materialien vorliegen. Der Zugang zu diesen Informationen muss durch die jeweiligen Kontaktpersonen oder Einrichtungsleitungen ermöglicht werden. 
 
In Bezug auf Behördentermine gilt es, das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 für geflüchtete Menschen mit Behinderung zu minimieren. Auch in der gegenwärtigen Ausnahmesituation dürfen den Betroffenen keine Nachteile aufgrund ihrer Behinderung entstehen. Zu bedenken ist hierbei, dass Beratungsstellen derzeit nur telefonisch oder online und somit eingeschränkt unterstützen können. Ausländer- und Sozialbehörden müssen daher alle Fristen, die mit Terminen oder Assistenzbedarf verbundenen sind, aussetzen. Nur so kann verhindert werden, dass sich geflüchtete Menschen mit Behinderung gefährlichen Infektionsrisiken aussetzen bzw. ihnen aus ihrer Behinderung Nachteile erwachsen. Dies betrifft auch aufenthaltsrechtliche Fragen. U.a. aufgrund der Kontaktsperren, der Aussetzung von Asylverfahrensberatung und fehlender Unterstützung bei der Überwindung von Barrieren ist vielen geflüchteten Menschen der Zugang zum Rechtsweg versperrt. Negative Asylbescheide müssen daher ausgesetzt werden. Der Zugang zu geschützter medizinischer Versorgung muss auch während der Corona-Krise sichergestellt sein.  In der momentanen Situation dürfen keine Leistungen gekürzt und keine Sanktionen ausgesprochen werden. Nur so erhalten geflüchtete Menschen in Deutschland die notwendige Handlungsfreiheit, die sie brauchen, um auf die mit Corona verbundenen Herausforderungen reagieren zu können.

Über uns
 
Handicap International (HI) ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation. Sie unterstützt weltweit Menschen mit Behinderung und andere besonders schutzbedürftige Menschen, um deren Lebensbedingungen zu verbessern. HI hilft bei Armut und sozialer Ausgrenzung, bei Konflikten und Katastrophen. Die Grundpfeiler ihrer Arbeit sind Menschlichkeit und Inklusion. Auf völkerrechtlicher Ebene kämpft die Organisation gegen die Missachtung der Menschenrechte, den Gebrauch von Landminen und Streubomben sowie Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung. Handicap International e. V. ist Mitglied der internationalen Organisation Humanity & Inclusion (ehem. Handicap International), die die Umsetzung der Programmarbeit verantwortet. HI ist eines der sechs Gründungsmitglieder der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die 1997 den Friedensnobelpreis erhalten hat. Mit dem Projekt „Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung.“ setzt sich Handicap International e. V. für den Aufbau bundesweiter Strukturen an der Schnittstelle Flucht Migration und Behinderung ein. Im Rahmen von dessen Arbeit entstand der vorliegende Appell.
 

Zu Ostern ein hoffnungsvoller Blick nach vorne auf das, was kommt

Letzter spiritueller Impuls der Fastenzeit nach 7 Wochen ohne Pessimismus und mit Zuversicht 

Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? (Röm 8,24)

Nach 7 Wochen Passions- und Fastenzeit wird endlich Ostern. Das Ziel ist erreicht. Das Fasten endet. Gönnen Sie sich etwas Gutes. Etwas, was Sie freut. Stärken Sie Ihre Lebensfreude. Ostern ist Signal für einen Neuanfang. Für neue Lebenschancen. Für Lebensfreude.

Seit Wochen leben wir mit den Einschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus, doch noch wissen wir nicht, wann es vorbei ist. Bald? Oder können die Regelungen zumindest gelockert werden? Wir können es nur hoffen. Ein Zielpunkt ist noch nicht in Sicht. Wir können nur hoffen. Aber Hoffnung, die man sieht, ist keine Hoffnung. Hoffnung richtet sich nicht auf das, was schon ist, sondern auf das, was wird. Bald? Oder auch später.

Mit Paulus glaube ich: Wir sind gerettet. Es wird gut. Deshalb nur Mut!
Fröhliche Ostern!

Ihr Pastor Dirk Voos

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Gebetsaufruf für Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten während der Zeit der Gefährdung durch Coronaviren

Täglich möchte ich einen Gebetsimpuls anbieten, um zusammen für Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten und ihre Helferinnen und Helfer zu beten. Die Einschränkungen durch die Gefährdung mittels Coronaviren sind bedrückend, weil es so unklar ist, wie es weitergeht. Jeden Tag ändert sich die Lage. Dieses Einschränken des öffentlichen Lebens entschleunigt aber auch und gibt Zeit für Wesentliches wie Nachdenken, sich Besinnen, Beten.

Weil persönliche Treffen augenblicklich zu vermeiden sind, ist in solchen Zeiten neben gegenseitiger karitativer Hilfe auch spirituelle Unterstützung für die Seele wichtig. Zeiten wie diese sind angesichts der Unverfügbarkeit des Geschehenden Zeiten zum Beten. Jedoch nicht nur individuelles Bitten für jemand selbst und seine persönlichen Interessen, sondern auch für andere und ihre Sorgen und Nöte.

Dazu werde ich dazu jeden Tag ein Gebetsanliegen, das Flucht, Migration und Integration betrifft mit einer kurzen Erläuterung des jeweiligen Gebetsanliegens verschicken. Sie können diese Bitten laut oder leise in Gedanken mitbeten, als Teil in ein eigenes Gebet übernehmen oder als Anregung zu eigenen Bitten nutzen. Beten Sie, wann Sie Zeit haben. Wählen Sie jedoch möglichst eine Zeit, wenn gleichzeitig Glocken zum Gebet läuten.

Ich bin davon überzeugt, das Gebet und noch mehr das Gebet vieler große Kraft und Wirkung hat. Lassen Sie uns beten für das Wohl und die Gesundheit, für Gerechtigkeit und Frieden.

Wer möchte, dem schicke ich die Gebetsimpulse gerne per E-Mail. Melden Sie sich zu diesem Newsletter bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Pfarrer Dirk Voos

Gebetsimpuls_EMFA_2020_Corona.pdf