Bildungsreise nach Georgien

Termin: 21. Mai bis 1. Juni 2020 (12 Tage)
Preis: 1350€
(Basiert auf einem Flugticketpreis in Höhe von 500€, mit 8kg Handgepäck und bis zu 23kg Gepäck im Koffer.)
Einzelzimmer Zuschlag 310€
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ansprechpartnerin: Nino Müntnich
Highlights:
* Tiflis - Georgiens Hauptstadt
* Weinkeller „Khareba“ im Kaukasusgebirge
* Borjomi - Kurort
* Felsenstadt „Vardzia“ in Kleinkaukasus
* Kloster-Komplex Gelati
* Sataplia, Prometes Mgvime
* Höhlenkloster David Garedscha
* Mzcheta - frühere Hauptstadt Georgiens, heutiges religiöses Zentrum.
Im Reisepreis inklusive:
Deutschsprachige Reiseleitung
Linienflüge (Economy-Klasse) mit Lufthansa oder LOT von Köln oder Düsseldorf via München oder Warschau nach Tiflis. Handgepäck 8 kg, Bagage 23 kg
Flughafensteuern, Sicherheitsgebühren, Luftverkehrssteuern, zurzeit gültiger Kerosinzuschlag
Übernachtungen in 3- und 4-Sterne-Hotels mit privatem Bad/Dusche und WC in der gebuchten Zimmerkategorie
Transfers und Ausflüge im komfortablen Minibus mit Klimaanlage.
Ausflugsprogramm, inklusive Eintrittsgelder
Verpflegung Halbpension 11x Frühstück, 11x Abendessen in georgischen Restaurants.
Große Weindegustation mit Essen im Weinkeller „Khareba“.
0,5 Liter Mineralwasser und 1 Glas Wein zu den Abendessen
Nicht eingeschlossene Leistungen:
Kofferträger
Trinkgelder
Ausgaben des persönlichen Bedarfs
Sonstige nicht genannte Leistungen
Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsangehörige benötigen einen Reisepass, der noch mindestens drei Monate über das Reiseende hinaus gültig ist. Ein Visum ist nicht erforderlich.
Hinweis zur Unterbringung
Das Hotel in Tiflis liegt im Zentrum und zeichnet sich durch guten Service aus. Die ausgewählten Hotels in Signagi, Kutaisi, Borjomi und Tiflis überzeugen durch ihre Qualität.
Reiseversicherung:
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung beziehungsweise eines Versicherungspakets.

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Die Bonner Buchmesse Migration goes to Leipzig

von Marion Rissart

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Die Bonner Buchmesse Migration klebt nicht an der Scholle, sondern freut sich, im “Literarischen Salon NRW“ auf der Leipziger Buchmesse 2020 auf nationaler Ebene zu präsentieren!
Auf Einladung des LiteraturRates NRW  stellen am Freitag, dem 13. März 2020 um 15 Uhr auf der Leipziger Buchmesse 2020, Hidir Celik (Erfinder der Bonner Buchmesse Migration) und Marion Rissart vom Organisationsteam das Konzept vor.

Gedichte, Wissenschaft und Prosa – für jeden etwas

Hidir Celik vermittelt außerdem mit seinem neuesten Gedichtband „Ich stehe vor den Toren“, wie er sich mit den Fragen unserer Gegenwart, wie Flucht, Vertreibung, Krieg und Frieden, kritisch auseinander setzt.

Marion Rissart dagegen analysiert in ihrem Sachbuch „Menschenrechte-who cares?!“, ob Menschenrechtsverletzungen überhaupt bestraft werden können und wie das Ringen um späte Gerechtigkeit anhand des Beispiels Argentinien aussieht.

Forum für Kunst und Kultur

Mit an Bord auf der Leipziger Buchmesse sind außerdem die Autoren der ersten Stunde, Monika Seyhan und Joël Agnigbo. Monika Seyhan erzählt in ihrem neuesten Werk „Lebens(t)räume“, wie das Leben sich nicht durch schützende Räume einsperren lässt.  Joël Agnigbo beschreibt in seinem Buch „Stolpersteine auf dem Weg zur Freiheit“ ausführlich den Weg von der Kolonisation Afrikas bis hin zur Migration und räumt damit auch mit dem Vorurteilen auf, die zu dieser Schieflage führen konnten.

Wir freuen uns, unsere Bonner Buchmesse Migration als Forum für Literatur und Kunst als Brücke zwischen den Kulturen einen breiteren Publikum vorzustellen. Und wir sind gespannt auf inspirierende Gespräche durch belebende Begegnungen.

Schauen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Termin: Freitag, 13. März 2020
Uhrzeit: 15 Uhr
Ort: Leipziger Buchmesse, Halle 5, Stand K 406

Gruppenbild Preisverleihung Bonner Buchmesse

Preisverleihung des Literaturwettbewerbes bei der Buchmesse 2019;
Foto: Jürgen Seidel


 

Foto-Ausstellung zum Thema "Antisemitismus" eröffnet!

Juden in Deutschland fühlen sich zunehmend bedroht
Beschimpfungen, Mobbing und auch Gewalt nehmen ständig zu…
Juden haben Angst…
 
Antisemitismus ist nicht irgendein Verschwörungsglaube, sondern er bedroht die Grundlagen jeder friedlichen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Ordnung.
 
Viele Menschen in Deutschland wissen nicht, dass jüdische Institutionen in der Regel unter Polizeischutz stehen. Erst der Angriff auf einen Kippa-tragenden Jungen in Berlin im April 2018 erregte ein größeres Medienecho.
 
Durch Internet, Satellitenfernsehen und die Verbreitung von Smartphones können hunderte Fernsehkanäle in Deutschland angeschaut werden. Konflikte aus dem Nahen Osten werden so unter Familien in Deutschland ausgetragen. Die Hemmschwellen bei antisemitischen Äußerungen sind im anonymen Internet zurückgegangen, antisemitische Parolen werden öffentlich skandiert, jüdische Restaurants angegriffen, Friedhöfe geschändet,
Synagogen angegriffen, und für jüdische Schüler ist das Klima an vielen Schulen unfreundlich.
 
Diese Sachlage gilt es zu vermitteln und besonders junge Leute zu sensibilisieren, so etwas nicht zu tun, sondern respektvoll mit anderen Menschen oder Verschiedenheit umzugehen. Einem breiten Publikum soll die Wirklichkeit jüdischen Lebens nahegebracht werden.
 
Der Wert der Ausstellung liegt in dieser Sensibilisierung und der Vermittlung von Basiskenntnissen über jüdisches Leben heute in Deutschland.
Eine möglichst einfach aufzubauende Roll-Up-Ausstellung soll in Schulen an zentraler Stelle platziert werden. Übers Internet können dann die Interviews abgerufen werden. Lehrer sollen diesen Lernprozess begleiten.
 
Das Projekt Angst vor Hass ist als Wanderausstellung konzipiert, die in Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen Station machen wird. Den Anfang macht die Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Bonn.
 
Die Ausstellung wurde von Frau Leutheusser-Schnarrenberger, der Antisemitismusbeauftragten von Nordrhein-Westfalen, am 28. Januar (Dienstag) um 11.00 Uhr in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule, Schlesienstraße 21-23, 53119 Bonn, eröffnet.
 
Die Grußworte sprachen:
Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn
Pfarrer Uwe Grieser, stellvertretender Superindendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn
Margarete Traub, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bonn
Margarete Ruhnke, Leiterin der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn
 
Die Moderation übernahmen Dr. Hidir Celik, Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur und Dr. Uri Robert Kaufmann, Leiter der Alten Synagoge Essen. Anwesend war der Fotograf Ulrich Püschmann.
 
Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung durch die Bläsergruppe der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn.
 
Träger des Projektes ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur.
 
Die Ausstellung „Juden in Deutschland haben wieder Angst“ ist bis Ende Februar im Foyer der Aula der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn, Schlesienstraße 21-23, zu sehen.
 
 
 
 
Eröffnungsveranstaltung Bonn 24 1600  Eröffnungsveranstaltung Bonn 39 1600 Eröffnungsveranstaltung Bonn 41 1600
 
Linkes Bild: von links nach rechts: Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn,  Margarete Ruhnke, Leiterin der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn, Dr. Margaret Traub, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bonn, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes  Nordrhein-Westfalen, Dr. Hidir Celik, Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur
 
Mittleres Bild: Ausstellungsstücke
 
Rechtes Bild: Bläsergruppe der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn
 
 
Fotos: Ulrich Püschmann

Offene Beratungssprechstunde der EUTB

In Zusammenarbeit mit der EMFA Bonn – Integrationsagentur bietet die Ergänzende Unabhängige Teilhabe Beratung Bonn eine offene Beratungssprechstunde in den Räumen von MIGRApolis an.
 
Menschen mit Einschränkungen haben das Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft und auf Leistungen für ein selbstbestimmtes Leben. Mögliche Beratungsthemen sind:

∗ Assistenzleistungen
∗ Persönliches Budget
∗ Wohnen und Betreuung
∗ Schwerbehindertenausweis
∗ Familie und Partnerschaft
∗ Schule, Ausbildung, Beruf oder Studium
∗ Freizeit und psychosoziale Beratung in Lebenskrisen

Peer Counseling – Beratung von Betroffenen für Betroffene – ist die bevorzugte Beratungsmethode. Sie unterstützt, Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen.
Die Beratung ist kostenlos und beantwortet Fragen zur Teilhabe. Die Wünsche der Ratsuchenden stehen immer im Vordergrund. Gerne können Sie sich zu der Beratung begleiten lassen.

Beratung jeden 2. Dienstag im Monat
von 10:00 bis 12:00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-18
53111 Bonn
Telefon: 0228-69 74 91
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sven Günzel
Leitung EUTB-Bonn
Web: http://www.eutb-bonn.de
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 0228-25 04 20

Sven Günzel hat in Hamburg Japanologie und evangelische Theologie studiert und war als Journalist und Redakteur freiberuflich tätig.
2001 ist er nach Bonn gekommen und hat ab 2005 als Trainer bei verschiedenen Bildungsträgern gearbeitet. Hier kam es zu ausgiebigen Kontakten mit behinderten Menschen. Das und seine eigenen Beeinträchtigungen nahm er zum Anlass, bis 2018 ehrenamtlich als Peer Counselor zu beraten.
Ab 2017 hat er hat dabei geholfen, die EUTB-Beratungsstelle in Bonn aufzubauen, dessen Leiter er heute ist. Er berät mit zwei Kolleginnen Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und von Behinderung bedrohte Menschen zu allen Themen der Teilhabe.

Frei und gleich - Theaterworkshop zum Thema Menschenrechte

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) veranstaltet einen Workshop, der sich intensiv mit dem Themenkomplex Menschenrechte beschäftigen wird.

Die Idee ist, das Wechselspiel von Identität und Menschenrechten anschaulich und durch theaterpraktische Methoden erlebbar zu machen. Zielgruppe sind alle Interessierten, insb. aber Multiplikatoren der Jugendarbeit, für Lehrer_innen, Sozialarbeiter_innen, Diakoninnen und Diakone, Jugendreferent_innen sowie Theaterpädagog_innen.

Ziel ist es, dass die Teilnehmer Methoden kennenlernen, die sie in ihrer eigenen Arbeit  anwenden können - in der evangelischen Jugendbildungsarbeit und darüber hinaus. 

Mehr Informationen finden Sie hier


 

Vielfalt gestaltet und Demokratie gelebt

12. Bonner Buchmesse Migration wurde ein voller Erfolg

Vier Tage lang, vom 21. bis zum 24. November 2019, öffnete die 12. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ihre Tore. Vorbereitet und durchgeführt wurde sie, wie auch sonst alle zwei Jahre, von der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) / Integrationsagentur. Zum ersten Mal war das Diakonische Werk Bonn und Region Mitveranstalter der Buchmesse. Das Motto hieß „Vielfalt gestalten - Demokratie leben“.

Mehr als 50 Veranstaltungen, Autorenlesungen, Vorträge, Diskussionen und Workshops sowie Poetry-, Tanz- und Musikeinlagen, begeisterten das zahlreich ins Haus der Geschichte gekommene Publikum. In einer Zeit, in der rechtspopulistische und autoritäre Tendenzen in Deutschland und Europa zu erkennen sind, lag es den Veranstaltern am Herzen, zu beweisen, dass Offenheit und Toleranz in der breiten Mehrheit der Gesellschaft die Werte sind, die täglich gelebt und gezeigt werden. Der rege Besuch der Buchmesse beweist, dass ein friedliches Miteinander in Vielfalt zu leben sowie Ängste und Vorurteile zu überwinden, durchaus möglich ist.
Wichtige Anknüpfungspunkte waren die vielen runden Jahrestage, die wir in diesem Jahr begangen haben: 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Diese Ereignisse zeigen heute noch, wie wertvoll ein sich Einsetzen für Freiheit und Demokratie ist.

Besondere Höhepunkte der Buchmesse waren die Eröffnungsfeier, die musikalisch vom Musik Trio Transaesthetics gestaltet wurde, die Slam Poetry mit Jessy James LaFleur und Ella Anschein, die Preisverleihung des Literaturwettbewerbs sowie der musikalische Abschluss durch Ahmet Dikme, der alevitische Lieder aus Anatolien vortrug.

Schon jetzt laden die Veranstalter herzlich zur neuen, 13. Auflage der Buchmesse ein. Auf Wiedersehen im November 2021!!!
 

Bericht über Projekt "Wir Miteinander"

Seit Juli 2018 läuft das Projekt "Wir Miteinander" der EMFA / Integrationsagentur. Es will zum gegenseitigen Verständnis zwischen Religionen und Kulturen beitragen.

Eine Ausstellung mit Fotografien von Ulrich Püschmann sowie Online-Publikationen mit Texten von Hidir Celik und Dirk Voos sind Bestandteile des Projektes. 

Einen ausführlichen Bericht über "Wir Miteinander" finden Sie unter:
https://www.ekir.de/www/service/wir-miteinander-31851.php 


 

Neue Broschüre

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die auch eine Beeinträchtigung / Behinderung haben. Desgleichen sind unter den Geflüchteten zunehmend Menschen mit einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung. Auch in Bonn lebt eine wachsende Zahl von Zuwander*innen mit einer Beeinträchtigung und / oder gesundheitlichen Einschränkungen.

Geflüchtet / Zugewanderte und ihre Familien möchten erfahren, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfen benötigen und wo sie Unterstützung und Beratung für ihre Fragen und Probleme erhalten. Es gibt einen großen Informationsbedarf bezüglich der Versorgungsstruktur des deutschen Gesundheitssystems und der Möglichkeit der Hilfen bei Behinderungen.

Hauptziel dieser zweisprachigen Broschüre (Deutsch / Arabisch) ist es, Migrant*innen / Geflüchtete über Angebote der Beratung, Unterstützung und Versorgung, der Behindertenhilfe und des Gesundheitswesens zu informieren und Hemmschwellen der Inanspruchnahme zu vermindern bzw. zu beseitigen. Sie sollen ermutigt werden, Angebote und Hilfen wahrzunehmen.

(Aus dem Vorwort von Dr. Hıdır Çelik)

Die Broschüre kann bei uns (MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn) kostenlos abgeholt werden!

Broschuere Beratung                       Broschuere Beratung arab

 


 

Grußwort zu 30 Jahre EMFA

        
Seit 30 Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Bonn in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. Bereits 1989 wurde erkannt, dass es in diesem Arbeitsfeld ein besonderes Engagement braucht. Das gestaltete sich damals anders als heute, aber das Grundanliegen und die Grundproblematik haben sich nicht verändert. Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Heimat verlassen haben, brauchen häufig Unterstützung, um sich in der neuen und für sie oft völlig fremden Umgebung zurechtzufinden.
 
Die Diskussion hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Und vor allem haben die Übergriffe und schweren Straftaten gegen Fremde deutlich zugenommen. Menschen, die anders sind als „ich“, werden als Bedrohung wahrgenommen und in wachsendem Maße attackiert.
 
Dass wir das 30jährige Bestehen der EMFA bedenken, zeigt, dass diese Arbeit nötig war und heute wohl dringlicher ist denn je. Gäbe es keine Probleme, wäre die Arbeit eben nicht notwendig.
 
Dabei ist der evangelischen Kirche die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten sowie mit Flüchtlingen ein besonderes Anliegen. Es hängt mit unserem Selbstverständnis zusammen, dass wir uns als christliche Gemeinde in der Ökumene weltweit verbunden wissen. Wir selbst wissen, dass die Kinder Gottes aus allen Regionen der Welt kommen, dass sie verschieden sind und es auch sein dürfen. Das Christentum war von Anfang an global.
„Es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und von Süden, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes.“
So heißt es Lukasevangelium (Lukas 13, 29).
 
Also nicht: America first, Europa zuerst, „ich“ zuerst. Wenn es nicht gelingt, die Vielfalt des Lebens auf dieser Erde anzuerkennen und zu gestalten, wird es keinen Frieden geben. Und wenn es nicht gelingt, die Lebensverhältnisse in den Ländern zu verbessern, aus denen Menschen flüchten vor Krieg, Armut, Perspektivlosigkeit und Klimawandel, werden die Flüchtlingsströme nicht abreißen.
 
Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal daran, dass die Fremden in der Bibel einen besonderen Schutz genießen. Ein Gebot lautet so:
 „Du sollst den Fremdling lieben wie dich selbst.“
 
Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit ist in diesem Bereich tätig. Wir haben noch nie nach der Religionszugehörigkeit oder nach der Konfession der Menschen gefragt. Wir bemühen uns, den Menschen in seiner möglichen Not wahrzunehmen, mit dem, was er braucht, um hier ankommen zu können.
 
Dabei bildet die konkrete Beratung der Menschen, die zu uns gekommen sind, einen Schwerpunkt der Arbeit.

Aber auch die Bildungsarbeit – ich erinnere beispielhaft an die Bonner Buchmesse Migration, die inzwischen zu einem festen Bestandteil des Programms geworden ist – wurde und wird immer wichtiger. Räume der Begegnung zu schaffen und zu fördern ist unerlässlich. Das Gebet der Religionen sei hier als ein Beispiel genannt, wie Begegnung möglich werden kann.
 
Ich danke allen, die in den letzten 30 Jahren sich so intensiv in diese Arbeit eingebracht haben. Eigentlich müsste man alle Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche namentlich erwähnen. Das würde den Rahmen sprengen. Deshalb darf ich stellvertretend für alle den Leiter Hidir Celik und die Ehrenamtliche Almut Schubert erwähnen. Ich sage herzlichen Dank im Namen des Kirchenkreises und aller Kirchengemeinden. Wir sind froh, dass diese wichtige Arbeit tun.
 
Pfarrer Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn

Kirchenasyl früher – Kirchenasyl heute

Termin: Dienstag, 14.05.2019, 18.00 - 21.00 Uhr
Ort: MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
 
Nach einem historischen Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung des Kirchenasyls wird die aktuelle Bedeutung von Kirchenasyl herausgearbeitet. Außerdem wird über den aktuellen Stand des Asylverfahrens und Ausländerrechts referiert. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierte.
 
Leitung: Dr. Hidir Celik u. Pfr. Dirk Voos, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0228/69 74 91
Veranstalter: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur
Anmeldeschluss: 10.05.2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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