Pfingsten: Für Gemeinschaft Grenzen öffnen: Verständnis fördern!

von Dirk Voos

Pfingsten könnte man den „big bang“ des christlichen Glaubens nennen. Was vorher regional und eher in kleinen Kreisen verborgen geschah, breitet sich plötzlich wie nach einer Explosion weltweit aus. Die Christinnen und Christen erinnern sich und feiern, dass Gott seinen Geist über sie ausgeschüttet hat und bitten immer wieder neu um seinen Heiligen Geist, damit sie seinen Willen auch ohne direkte Anleitung durch Jesus verstehen. Sie vertrauen darauf, dass Gott durch seinen Geist in ihnen wirkt und sie entsprechend seines Willens handeln.

Am 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, sollen nach dem biblischen Bericht der Apostelgeschichte die Jünger beim Feiern des jüdischen Festes Schawuot als erste mit dem Heiligen Geist begabt worden sein, so dass sie mutig und frei in aller Öffentlichkeit die christliche Lehre weitergaben. Als erstes Beispiel überliefert Lukas dafür eine Predigt des Petrus. Danach ließen sich 3.000 Menschen verschiedener Herkunft und Sprache taufen und wurden Christen. Startpunkt der christlichen Wachstumsgeschichte, die das Christentum zur Religion für viele Menschen überall auf der Welt machte.

Öffnung für die Welt bedeutet aber auch, dass in der christlichen Gemeinschaft für jeden Menschen Platz ist. Keiner darf ausgegrenzt werden. Trotz unterschiedliche Herkunft, Sprache, Meinungen und Gewohnheiten sollen und können die Menschen friedlich miteinander leben. Die für solches gegenseitiges Verständnis nötige Toleranz können Menschen mit Hilfe von Gottes Geist üben. Wenn der Heilige Geist wirkt, werden Christinnen und Christen einander helfen, wie Jesus es gelehrt und vorgelebt hat. Das ist Aufgabe der Kirche - von ihrer Gründung bis heute und in Zukunft.

In Gottes Geist gilt deshalb christliche Gastfreundschaft und Einladung zu Gemeinschaft Flüchtlingen und Migranten. Dass sie an Pfingsten spüren, wir sind willkommen und darin ein Stück von Gottes Liebe und seinem Segen erfahren. Ihre Freude strahlt auch auf unser Feiern für

F R O H E   P F I N G S T E N.

Pia Desideria – Speners Vorschläge für ein christliches Leben

Referent: Pfarrer Dirk Voos

Leitung: Ingo Siewert, Pfarrer, Rainer Mewis-Körner

Datum: Dienstag, 5. Juni 2018, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Gemeindezentrum Dreieinigkeitskirche Hersel, Mertensgasse 17a, 53332 Bornheim-Hersel

Inhalt:

Auch im 501ten Jahr nach der Reformation Martin Luthers gilt, dass die Kirche sich immer weiter reformieren muss. Sie darf nicht erstarren, sondern soll sich jeweils mit den Bedürfnissen der Menschen weiterentwickeln. Was brauchen die Menschen? Was wünscht sich Gott für die Menschen und für ihr Verhältnis zu ihm?

Diese Fragen stellen sich immer wieder neu. In der Wiederaufbauzeit nach dem 30jährigen Krieg hat Philipp Jakob Spener 1666 mit seinen „pia desideria“ (frommen Wünschen) dazu Vorschläge gemacht. Die rege Reaktion darauf führte zur pietistischen Reformbewegung und unter anderem zur Gründung der Franckeschen Stifung oder der Cansteinschen Bibelanstalt.

Wenn wir mehr als 350 Jahre später auch nicht mehr alle Gedanken Speners gutheißen, so regen seine Vorschläge zum eigenen Denken und Wünschen an. Dazu soll der Abend Impulse und Gelegenheit geben: Wie wünsche ich mir christliches Leben heute? Wie wünsche ich mir die Kirche?

Veranstalter

Evangelische Kirchengemeinde Hersel
Webseite: http://www.ev-kirche-hersel.de/

Die aktuelle Lage in Afrin unter türkischer Besatzungsmacht

KulturCafé
MIGRApolis-Haus der Vielfalt,
Brüdergasse 16-18, Bonn
Sonntag, 27. Mai 2018, 11.30 - 14.00 Uhr

Die Region Afrin im Norden Syriens beherbergte bis zum Beginn der türkischen Militäroffensive am 20. Januar dieses Jahres bis zu einer Million Menschen. Afrin war eine der wenigen Regionen Syriens, die bis zum Einmarsch des türkischen Militärs vor Krieg und Zerstörung verschont geblieben war.

Für das türksiche Vorgehen gegen die kurdische Minderheit in Afrin gibt es offiziell und inoffiziell verkündete Gründe, die allesamt mit der Vorstellung einer militärischen Lösung der Kurdenfrage verbunden sind. Der türkische Einsatz diente zur Eliminierung jeglicher Ansätze kurdischer Selbstverwaltung in Nordsyrien. Dadurch ist die Infrastruktur zusammengebrochen, komplette Landstriche sind durch intensives Luftbombardement dem Erdboden gleichgemacht worden, hunderttausende Kurden aus der Region sind auf der Flucht und werden vom türkischen Militär und von mit ihr verbündeten islamistischen Gruppen an der Rückkehr gehindert. Die Vertreter der Kurden sehen in dem türkischen Vorgehen eine ethnische Säuberung gegen die eigene Minderheit.

Über die Hintergründe und die aktuelle Lage in Afrin wird Herr Fawzi Dilbar vom kurdischen Zentrum für Studien und Juristische Beratungen YASA e.V. einen Vortrag halten.

Info zur Person: Fawzi Dilbar kommt aus Afrin. Ende 2002 ist er zum Studium nach Bonn gekommen. Zurzeit ist er Mitglied des Bonner Integrationsrats.

kulturcafe_2018_05 

Frohe Pfingsten

Freizeit für Kinder aus aller Welt von 8-12 Jahren
22.05. – 26.05.2018

Dienstag bis Samstag in den Pfingstferien

Fünf Tage lang Spiele, Spaß und Spannung!
Täglich von 10 – 16 Uhr  
Keine Kosten für die Eltern 
Täglich gemeinsame Mahlzeit 
Wir besuchen das Deutsche Museum, spielen zwei Tage Improtheater,  machen Spiele im Freien
und zum Abschluss ein gemeinsames Picknick mit allen Kindern und Eltern!

Um sich einen Platz zu sichern, melden Sie Ihr Kind bis zum 30.04.2018 an!

TREFFEN IM MIGRAPOLIS - HAUS DER VIELFALT
Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit EMFA Brüdergasse 16 – 18, Bonn

Verbindliche  Anmeldung:
Persönlich bei der EMFA im Haus MIGRApolis, 1.Etage
Telefonisch: 0228/18037314
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kontakt und Koordination: Silke Hansen
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

ÜbersetzerInnen für Sozialberatung gesucht!

EMFA-Sozialberatung in Bonn sucht dringend

ehrenamtliche MitarbeiterInnen für die Migrationssozialberatung, bevorzugt mit arabischen und kurdischen Sprachkenntnissen,
gerne auch PraktikantInnen der Sozialen Arbeit.

Wir bieten:

angenehmes Betriebsklima,
professionelle Anleitung und Einarbeitung durch mehrsprachige SozialarbeiterInnen mit jahrelanger Berufserfahrung,
Tätigkeitsnachweise,
Teilnahme an Teambesprechungen,
intensive Betreuung während des eigenen Integrationsprozesses

Beratungszeiten: Dienstag 10-12, Donnerstag 15-17 Uhr

Als EMFA / Integrationsagentur im Evangelischen Kirchenkreis Bonn machen wir uns für ein Miteinander in Respekt gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit gemeinsam stark

Als EMFA / Integrationsagentur sind wir Mitglied im Netzwerk Antidiskriminierungsarbeit Bonn, und wir arbeiten mit vielen Initiativen und Einrichtungen in Bonn zusammen, um eine Stadt ohne Rassismus und Diskriminierung aufzubauen. Als kirchliche Einrichtung ist unser Motto: Eine Gemeinde ohne Rassismus – eine Stadt ohne Rassismus.
 
Die Integrationsagenturen NRW stellen sich gemeinsam:
 
„Für Respekt. Gegen Diskriminierung.
Diskriminierung findet in vielen Lebensbereichen statt: in der Arbeitswelt, in Bildungseinrichtungen, bei der Gesundheitsversorgung, der Wohnungssuche oder beim Reden mit und über Minderheiten. Die Betroffenen schränkt dies massiv in ihrem sozialen, politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben ein. Integrationsagenturen machen diese Formen von Diskriminierung öffentlich und wirken darauf hin, sie abzubauen. Wir setzen uns z.B. aktiv für die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen gegen Diskriminierung im Sozialraum ein. Wir bieten Trainings, um vorurteilsbewusstes Denken und Toleranz zu fördern. Außerdem aktivieren und stärken wir in landesweit 13 Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit Betroffene dabei, ihre Menschenrechte wahrzunehmen und ihre Grundfreiheiten auszuüben.
 
So unterstützen wir Sie:
Arbeitspapiere und gezielte Gespräche mit zuständigen Akteurinnen und Akteuren, um Diskriminierung sichtbar zu machen
Angebote zur Fortbildung und Sensibilisierung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Behörden, Einrichtungen und Vereine
Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Antidiskriminierungskonzepten
Einzelfallberatung und -begleitung für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind (durch die Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit)“
 
 
logo emfa
 

Mitglied im

 
Netzwerk Antidiskriminierung Logo
 
 
 

Marie-Kahle-Preis verliehen

Am 17. Februar 2018 wurde erstmalig der "Marie-Kahle-Preis für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit" verliehen. Die feierliche Zeremonie fand im Bonner Haus der Geschichte statt und wurde von etwa 300 Gästen besucht. Sie wurde moderiert von Joachim Gerhardt, dem Pressesprecher des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, und Andrea Hillebrand, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Diakonischen Werkes Bonn und Region. 21 Projekte haben sich in drei Kategorien für den Preis beworben.

Ausgezeichnet wurden in den einzelnen Kategorien:

  1. Begegnung auf Augenhöhe: Das Projekt "Internationaler Garten Oedekoven", ein ökumenisches Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge und der Pfarrgemeinschaft Alfter. In dieses Projekt können sich Neuankommende einbringen, indem sie Parzellen bestellen und für den eigenen Gebrauch ernten.
  2. Innovative Alltagshilfe: Das Projekt "Wohnungs-Umzugs-Möbel-Gruppe" des Ökumenischen Arbeitskreises "Asyl und Zuflucht" der Evangelischen Trinitatiskirchengemeinde und der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena. Dort vermitteln Freiwillige Umzüge aus Flüchtlingsunterkünften in privaten Wohnraum.
  3. Religion verbindet: Alle evangelischen und ökumenischen Begegnungs- sowie Kontakt-Cafés der Evangelischen Kirchengemeinden Bonn und Bad Godesberg-Voreifel.

Der Preis wurde initiiert von den Evangelischen Kirchenkreisen Bonn und Bad Godesberg-Voreifel, dem Diakonischen Werk sowie der EMFA / Integrationsagentur auf Anregung von Lena von Seggern, Koordinatorin in der Flüchtlingsarbeit Bonn beim Diakonischen Werk. Benannt ist der Preis nach Marie Kahle, einer Bonner Pädagogin, die nach der Reichspogromnacht jüdischen Ladenbesitzern geholfen hat, den von den Nazis angerichteten Schaden zu beheben.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.marie-kahle-preis.de 
und unter http://www.bonn-evangelisch.de .

Marie_Kahle_Preis_1 Marie_Kahle_Preis_2

Marie_Kahle_Preis_3 Marie_Kahle_Preis_4

Bilder: Hıdır Çelik

Nimm Dir eine „AUSZEIT“ für Deine Seele

Für alle interessierten Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besucher des Migrapolis–Hauses der Vielfalt

Nimm Dir eine „AUSZEIT“ für Deine Seele

Zu Atem kommen, sich selbst erkennen, anderen zuhören, miteinander reden und Erfahrungen teilen

immer am ersten Dienstag des Monats,
das nächste Mal am 6. März 2018,
13.30 Uhr – 14.15 Uhr im Café, Brüdergasse 16-18, Bonn

Auszeit Maerz 2018 

 

 

Hidir Celik - 25 Jahre beim Kirchenkreis Bonn

Am 1. Januar 1993 begann seine Tätigkeit beim Evangelischen Kirchenkreis Bonn. Mit Jahresbeginn 2018 ist er ein Vierteljahrhundert dabei: Dr. Hidir Celik, Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA). Herzlichen Glückwunsch!

http://www.bonn-evangelisch.de/aktuell/archiv-2017-2661-celik_25-2850.php

Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit in Bonn gegründet

 

Diskriminierung gehört für viele Menschen auch in einer internationalen UN-Stadt wie Bonn unter anderem bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche, bei Behördengängen, in der Schule und in der Öffentlichkeit zum Alltag. Aus diesem Grund engagiert sich seit Juni 2016 ein Zusammenschluss von rund 26 Organisationen und Initiativen für das Ziel, die Antidiskriminierungsarbeit in Bonn zu stärken und auszubauen.

Nach einer ersten Konsolidierungsphase, in der das Netzwerk seine Ziele, Aufgaben und Selbstverständnis erarbeitet hat, wird nun seine Existenz der Bonner Öffentlichkeit bekannt gegeben. Das Netzwerk hat eine gemeinsame Erklärung erarbeitet. Daraus ergibt sich, dass Diskriminierung stattfindet, „wenn Menschen aufgrund personenbezogener, sozialer, tatsächlicher und/oder zugeschriebener Merkmale ohne sachliche Rechtfertigung ungleich behandelt bzw. benachteiligt werden und in ihren universellen Menschenrechten verletzt werden“.   

Weiterlesen

  • 1
  • 2