Die 13 entpuppt sich als Glückszahl

Bonner Buchmesse Migration vollauf gelungen
Bericht von Bartosz Bzowski

Im Vorfeld der diesjährigen 13. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte stellte sich dem Organisationsteam die Frage, inwieweit sich die Corona-Pandemie auf den Erfolg der Buchmesse auswirken würde. Es gab Befürchtungen, dass die nach wie vor vorsichtige Verhaltensweise eines großen Teils der Bevölkerung dazu führen würde, dass die Veranstaltungen im Rahmen der Buchmesse nicht so gut besucht werden.

Zum zweiten Mal nach 2019 fand die Buchmesse als Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) mit dem Diakonischen Werk Bonn und Region statt. Im Vergleich zu den früheren Buchmessen haben wir die Dauer von vier auf drei Tage (4. bis 6. November 2022) sowie die Anzahl der Einzelveranstaltungen von über 50 auf knapp 30 reduziert, in der Hoffnung, dadurch könnten die einzelnen Veranstaltungen besser besucht werden.

Die Bedenken und Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet! Im Gegenteil, die Buchmesse wurde sehr gut besucht und angenommen. Einige Veranstaltungen besaßen mehr Publikum als Sitzplätze zur Verfügung standen. Bei der Eröffnungsveranstaltung war der Große Saal voll, und auch das Abschlusskonzert mit dem Kültürklüngel Orkestar erfreute sich großer Beliebtheit.

Es wurde sichtbar, dass in einer Zeit, wo rechtspopulistische Tendenzen in Deutschland und Europa immer weiter zunehmen, ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Toleranz extrem wichtig ist. Der hervorragende Publikumszuspruch erfüllt uns, das Veranstaltungsteam, mit großer Freude und Zufriedenheit.

Die Entscheidung, die Eröffnungsfeier erst am Freitagabend durchzuführen und die Veranstaltungen, mit Ausnahme der Schullesungen, auf das Wochenende zu legen, erwies sich als vollkommen richtig. Dadurch konnten die Besucher*innen die Buchmesse besser erreichen. Außerdem führte die Verringerung der Anzahl der Veranstaltungen dazu, dass weniger als vorher die Qual der Wahl zwischen zwei oder gar mehr parallel stattfindenden Programmpunkten bestanden hatte.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und bei Besucher*innen der Bonner Buchmesse Migration und freuen uns schon auf die 14. Auflage 2024! Herzliche Einladung bereits jetzt!

Bildergalerie (Originalquelle: https://www.facebook.com/messemigration)

Berichterstattung des PEN-Zentrums Deutschland über die Buchmesse


 

Video über das Projekt "Gemeinsam Wohnen in Bonn"

Semer Wahid kommt aus Aleppo in Syrien und sucht für sich und ihre fünf Kinder eine Wohnung in Bonn.

Bisher lebt die Familie in einer Flüchtlingsunterkunft, wo nicht mal jedes Familienmitglied in einem Bett schlafen kann. Bad und Küche teilen sie sich mit 35 anderen Menschen.

So wie Semer Wahid geht es vielen geflohenen Menschen. Wenn ihr bei der Wohnungssuche unterstützen wollt, empfehlen wir euch unser Projekt "Gemeinsam Wohnen in Bonn".

Der Evangelische Kirchenkreis Bonn hat auf seiner Facebook-Seite ein Video über Semer Wahid und ihre Familie gepostet.

Hier könnt Ihr Euch das Video anschauen


 

Leuchtturm Mariupol – Interview mit Projektleiterin Nino Müntnich

Katrin Jürgensen führte ein Interview mit Nino Müntnich, das auf der Seite des Evangelischen Kirchenkreiuses Bonn erschienen ist. 

Sie sind im Rahmen des Projekts „Leuchtturm Mariupol“ zur Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) gekommen. Was ist das für ein Projekt?

Das Projekt „Leuchtturm Mariupol“ wird seit dem 1. Juni 2022 von der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn geleitet, unterstützt von der Aktion Mensch.

Das Bestreben dieses Projektes liegt darin, Kindern und Jugendlichen bis zum jungen Erwachsenenalter zu helfen, die durch den Krieg entstandenen Verletzungen-Traumata zu verarbeiten und in Deutschland Fuß zu fassen, sich zu adaptieren.

Die Hilfe von unserer Seite kommt mit verschiedenen Projektvorhaben.

Das komplette Interview finden Sie unter: 

https://bonn-evangelisch.de/inhalt/leuchtturm-mariopol-interview-mit-projektleiterin-nino-muentnich/


 

Tanzkurs "Hip-Hop"

Liebe Kinder, liebe Eltern,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des Projekts "Leuchtturm Mariupol" bieten wir für Kinder von 6 bis 12 Jahren den Tanzkurs "Hip-Hop" an, welcher jede Woche am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Wohnheim Bonn-Holzlar stattfinden wird.

Wir freuen uns auf Sie.

Дорогие дети, дорогие родители,
Уважаемые дамы и господа,

в рамках проекта мы предлагаем танцевальный класс «Хип-Хоп» для детей от 6 до 12 лет.
Урок будет проходить каждую неделю в среду с 15:00 до 16.30 в резиденции Бонн-Хольцлар.


 

Die ultimativ letzte Talk-Runde der Bonner Buchmesse Migration für 2022

von Marion Rissart

Die Bonner Buchmesse Migration galoppiert guten Mutes Richtung Eröffnungsfeier, die am 4. November 2022 im Haus der Geschichte stattfindet.

Um auf der Zielgeraden nicht zu schwächeln, gibt es vorab noch eine Talkrunde mit dem Moderator Thomas Dogen und Gästen wie diesen: Johanna Strohmeier von dem Verein Ausbildung statt Abschiebung (AsA Bonn) sowie die mit dem LVR-Institut initiierte Ausstellung „Dazwischen oder schon längst mittendrin“.

Daneben gibt uns der Schriftsteller und Rechtsanwalt Alpan Sagsöz die Ehre, der über sein neues Kinderbuch „The Group – Die coolste Band vom Bosporus“ plaudert. Die Kunstwissenschaftlerin Nino Müntnich führt uns zu Coco Chanel und die 20er Jahre. Last but not least gibt es ein Interview mit Philip Gondecki, hauptberuflich Projektleiter von House of Resources. Aber innerlich brennt sein Herz fürs Musizieren mit dem über Bonn heraus bekannten Kültürklüngel Orkestar.

Gerne reinhören am 31.10.2022 um 21 Uhr auf Radio Bonn Rhein/Sieg. Eine Talkrunde, die Lust auf mehr Bonner Buchmesse Migration macht.

Der Moderator Thomas Dogen bereitet auf das Interview vor. Bildrechte Marion Rissart Der Moderator Thomas Dogen bereitet sich auf das Interview vor.

Sagsöz Alpan Sagsöz

Ganz entspannt in der Vorbereitung Johanna Strohmeier von der AsA Bonn.Bildrechte Marion Rissart Johanna Strohmeier, AsA Bonn

Gondecki  Philip Gondecki vom Kültürklüngel Orkestar

so sieht ein Radiointerview von der Technik aus Bildrechte Marion Rissart So sieht ein Radiointerview von der Technik aus.

Fotos: Marion Rissart


 

Zehn Frauen, sechs Sprachen, ein gemeinsames Frühstück

Bericht von Sophia Zavelberg

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2022 trafen sich am 21. September zehn Frauen zu einem interkulturellen Frauenfrühstück im Haus MIGRApolis. Eingeladen hatte die EMFA / Integrationsagentur in Kooperation mit der EVA - Evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaft, Sexualität und Pränataldiagnostik.

Gemeinsam bei Kaffee und Humus entwickelte sich ein spannender Austausch über vielfältige Themen. Es wurde darüber diskutiert, ob und aus welchen Gründen sich Frauen dazu entscheiden, Mütter zu werden. Weitere Gespräche entstanden nach einer Übung zur Wahrnehmung von Nähe und Distanz im Alltag. Die Frauen reflektierten über die eigenen (physischen und psychischen) Grenzen und den Umgang mit diesen in ihrem täglichen Leben. Neben den persönlichen Geschichten sprachen die Teilnehmerinnen über die aktuelle Lage der Frauen im Iran. Dieses Thema bewegte einige der Teilnehmerinnen sehr.

Innerhalb weniger Stunden wurden neue Kontakte geknüpft und neue Blickwinkel geschaffen. Die Teilnehmerinnen und die beiden Organisatorinnen sind sich einig. Das nächste gemeinsame Frühstück wird für das kommende Frühjahr geplant. Gerne mit weiteren Teilnehmerinnen.


 

Interkulturelle Woche 2022 zu Ende gegangen

Nach knapp zwei Wochen ist die diesjährige Interkulturelle Woche unter dem Motto "#offengeht" zu Ende gegangen.

Wir bedanken uns sehr für die rege Teilnahme an den zahlreichen Veranstaltungen und freuen uns schon auf das nächste Jahr. 

Hier zeigen wir Euch / Ihnen ein paar Impressionen der vergangenen IKW: Fotos: Hıdır Çelik

Bild 1  Bild 2  Bild 3 Foto 1


 

Plakat der Buchmesse

Plakat_A3.pdf

Wer am Plakat interessiert ist, kann es bei uns kostenlos erwerben:

EMFA / Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

Netzwerk »Flucht, Migration und Behinderung« stellte sich vor

Das Bonner Netzwerk »Flucht, Migration und Behinderung« setzt sich zum Ziel, durch niedrigschwellige und bedürfnisgerechte Angebote der Beratung, Information, Empowerment und Unterstützung MigrantInnen sowie Geflüchteten mehr Teilhabe an Gesundheit, Prävention sowie Pflege zu ermöglichen.

Wie diese Ziele (gemeinsam) zu erreichen sind, war das Thema einer Veranstaltung am 26. September 2022 im MIGRApolis-Haus. Vertreten waren AkteurInnen der Sozial-, Migrationsarbeit, der Flüchtlings- und Behindertenhilfe, mit Multiplikatoren aus Migranten(selbst)organisationen sowie der Selbsthilfe im Rahmen des wöchentlichen Konversations-Cafés 

Durch das Programm führte Martina Romeike vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Köln und das südliche Rheinland. Nach einer Begrüßung durch Dr. Hıdır Çelik, dem Leiter der EMFA / Integrationsagentur, stellten die anwesenden einzelnen Vertreter ihre Organisationen vor. Daniel Lenartowski vom Haus der Bonner Altenhilfe hielt einen Impulsvortrag zum Thema "Pflegeversicherung", in dem er die einzelnen Leistungen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen vorstellte. Anschließend stellten sich die Mitgliedsorganisationen des Netzwerkes den Fragen des interessierten Publikums. 

Wir bedanken uns herzlich für eine voll gelungene Veranstaltung.

Foto 1  Foto 2

Zeichnung

Fotos: Hıdır Çelik, Martina Romeike, Zeichnung durch Teilnehmer*innen 


  

„Auf Augenhöhe“?

Sechs Bilder zum russischen Krieg gegen die Ukraine
von Klaus Gebauer, Bonn

Eröffnung der Ausstellung am 30. September 2022 um 18.30 Uhr im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Acryl auf Leinwand 100 mal 150 cm; gemalt zwischen April und Juli 2022 als wütende Erklärung gegen einen europäischen Krieg, hinter dem mehr steckt als nur ein verrückter Staatsführer.

Dr. Klaus Gebauer, von 1979 bis 2005 fachlich zuständig für die Entwicklung von Lehrplänen in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern und Religionsunterrichten in allen Schulformen und Schulstufen in NRW, Politologe, Historiker und Pädagoge, hat seit seiner Schulzeit in den 50er Jahren am Aloisius-Kolleg und am Beethovengymnasien nie aufgehört zu zeichnen und zu malen.

Ein Zitat aus dem Deutschunterricht 1959 im „Beethoven“ am Rhein:
Krieg hautnah ist etwas anderes als Goethes:
„Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus.“
[Goethe, Faust I, Osterspaziergang, ein Bürger]

Der Krieg in der Ukraine und um die Ukraine ist uns heute nicht „weit“ und nicht „hinten“. 26 Jahre berufliche Arbeit für ein interkulturelles Deutschland, wollte Lehre sein aus dem menschlichen Desaster deutscher Urheberschaft; nationalistische Überhebung sollte verschwinden, statt dieser sollte Begegnung „auf Augenhöhe“ zur Maxime werden.

Die Bilder von Klaus Gebauer verstehen sich als gemalte Fragezeichen.

Gibt es eine „Augenhöhe“ mit dem russischen Führer und/oder mit seinen Untertanen, die wir herstellen und einhalten könnten? Der Begriff der „Begegnung auf Augenhöhe“ ist heute fester Bestandteil der Toleranzsprache. Hilft er weiter bei einem Gegenüber, das allein aufgrund seiner vergleichsweise großen Bevölkerungszahl und aufgrund eines imperialistisch zusammen-gekriegten Riesenterritoriums glaubt, etwas Besseres zu sein als die übrige Welt, und daraus ableitetet, diese Welt nach Belieben mit Krieg zu überziehen?

PRESSEMITTEILUNG-zur-AUSSTELLUNG.pdf