AUSZEIT online

Herzlich möchte ich zu einer nächsten Online-Auszeit für Dienstag, den 8. Juni 2021, von 13.30 - 14.15 Uhr einladen. 
Thema ist "Wie heißt das Zauberwort?" Kennen Sie auch diese Frage aus Ihrer Zeit als Kind? Gibt es "Zauberworte", die die Gemeinschaft und das Wohlbefinden unter Menschen fördern? Gibt es "Zauberworte" der Kommunikation?
Dazu lade ich mit folgenden Link zur Teilnahme mit dem Programm "zoom" ein:
EMFA Bonn lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.
 
Thema: Auszeit am 8. Juni - Zoom Meeting von EMFA Bonn
Uhrzeit: 8.Juni.2021 01:15 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
 
Zoom-Meeting beitreten
 
Meeting-ID: 504 679 7900
Kenncode: emfa21
Schnelleinwahl mobil
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+496938079883,,5046797900#,,,,*586437# Deutschland
 
Einwahl nach aktuellem Standort
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Meeting-ID: 504 679 7900
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Liebe Grüße
 
Pfarrer Dirk Voos

Wir miteinander gegen Hass und Antisemitismus in Bonn

Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur stellt im Rahmen des Antisemitismusprojekts „Wir miteinander gegen Hass und Antisemitismus“ Porträts und Texte zu Antisemitismus in Bonn aus.

Antisemitismus in Deutschland nimmt wieder zu. Juden in Deutschland haben Angst, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu zeigen, jüdische Personen und Institutionen werden Opfer von Angriffen. „Der Einsatz gegen Antisemitismus ist Verpflichtung aller in Deutschland lebenden Menschen“, äußert sich Coletta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn.

In der Ausstellung „Gemeinsam gegen Hass und Antisemitismus“ beziehen Bonner Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Politik Stellung zu Antisemitismus in Bonn und Deutschland. Ihre einzigartigen Perspektiven rufen nicht nur zum Nachdenken, sondern direkt zum Handeln auf. Ob in Glaubensgemeinschaften, Schulen, Gedenkstädten oder der Politik: Antisemitismus darf in Bonn keinen Platz haben. „Wir müssen aufstehen gegen Rassismus und Antisemitismus“, fordert Dietmar Pistorius, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn. „Für vernünftige Menschen – egal welchen Glaubens oder welcher Herkunft – kann es nur eine Reaktion gegen Antisemitismus und radikales Gedankengut geben: Gemeinsamer Widerstand! Dazu verpflichtet uns nicht zuletzt das Erbe unserer Stadt Bonn als Entstehungsort des Grundgesetzes“, ergänzt Dr. Wolfgang Picken, Stadtdechant Bonn.

Die von der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn geförderte und in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bonn kuratierte Ausstellung wird über den Sommer in den Stadtteilen Bonns auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden.

17. Juni: Tannenbusch auf dem Vorplatz des Tannenbusch-Center: 15-18 Uhr

08. Juli: Münsterplatz in der Bonner Innenstadt: 15-18 Uhr

11. August: Theaterplatz in der Fußgängerzone Bad Godesberg: 15-18 Uhr

19. September: Abschlussveranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche im Haus Migrapolis, Brüdergasse 16-18: 12-14 Uhr

Bitte beachten Sie den Mindestabstand und tragen Sie eine medizinische Maske.

Ansprechpartner:

Dr. Hidir Celik
(Leiter Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur), 
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
Tel.: 0228-697491
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pressemitteilung_Antisemitismus

Aus aktuellem Anlass:

Wir verurteilen die Anschläge auf Synagogen in mehreren deutschen Städten, unter anderem an unserem Standort Bonn, aufs Schärfste, und wir solidarisieren uns mit den Jüdischen Gemeinden. Weiterhin setzen wir uns für Toleranz und Vielfalt sowie gegen religiös und politisch motivierte Gewalt und Hass ein! 

EMFA / Integrationsagentur


 

„… weil auch Du ein Fremdling warst“

An alle, die Angst vor „Flüchtlingen“ haben

Theologischer Impuls von Thorsten Latzel
(neuer Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR))

Gleich am ersten Tag, nachdem ich zum Präses gewählt worden bin, erreichte mich eine Mail zum Thema „Flüchtlinge“. Eine ältere Frau teilte mir darin ihr tiefes Unverständnis mit, wie die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland sich dafür einsetzen könne, weitere Flüchtlinge aus den Lagern in Bosnien-Herzegowina und von Lesbos aufzunehmen.

„Seit ich denken kann, nimmt Deutschland Flüchtlinge auf – als ich Kind war, musste in der Familienwohnung ein Zimmer geräumt werden, für Flüchtlinge – so hat es sich über 70 Jahre fortgesetzt -… es reicht! Meine Sorge gilt meinen Kindern und Enkelkindern, die all das bitterst aushalten und auch noch bezahlen müssen – und dann irgendwann nicht mehr dazugehören und in der Minderzahl sind.“

So wie dieser besorgten Frau möchte ich gerne allen antworten, die sich vor Fremden und „Flüchtlingen“ fürchten.

Sehen Sie, ich bin ein Kind von Eltern, die beide vertrieben wurden, fliehen mussten. Meine Mutter als siebenjähriges Mädchen aus Danzig, mein Vater als Säugling auf dem Arm meiner Großmutter aus Schlesien. Ich bin sehr froh darüber, dass Menschen damals meine Mutter und meinen Vater als kleine Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg bei sich aufgenommen haben. Sonst gäbe es mich heute nicht. Es war eine Zeit, in der es viel weniger gab als heute. Die große Sorge damals, dass Katholiken und Protestanten nicht miteinander leben könnten (es gab getrennte Schulhöfe), hat sich als unbegründet erwiesen. Ich bin ein Kind aus solch einer konfessionsverschiedenen Ehe.

Auch die „Überfremdung“ Deutschlands durch die sogenannten „Gastarbeiter“ in den Jahren danach hat sich nicht eingestellt. Im Gegenteil: Ohne die starke Einwanderung, die damals niemand so nannte, hätte es nie ein solches Wirtschaftswachstum in Deutschland gegeben. Deutschland wäre nicht Deutschland ohne die Menschen aus Italien, Spanien, Griechenland, Polen, der Türkei, dem früheren Jugoslawien. Nicht ohne ihre Arbeit, nicht ohne ihre Kultur, nicht ohne ihre Religion. „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“ (Max Frisch) Mit Yusuf habe ich in der Grundschule von Bad Laasphe Fußball gespielt, mit Kadir unsere gleichaltrigen Töchter auf dem Spielplatz in Hannover geschaukelt. „Überfremdet“ habe ich mich nie gefühlt.

Flucht und Fremdheit sind für mich sehr persönliche Themen. Ohne sie könnte ich die Geschichte meiner Familie, mich selbst nicht verstehen. Die Epigenetik erforscht, wie solche Erfahrungen an die nächsten Generationen vererbt werden. Sprichwörtlich in den Knochen stecken. Fragen Sie einmal meine Frau, wie es ist, wenn wir gemeinsam wandern.

Und der Schutz von „Flüchtlingen“ und Fremden gehört für mich fundamental zum christlichen Glauben. Er durchzieht die ganze Bibel: vom Auszug der unterdrückten Israeliten aus Ägypten über die 10 Gebote („Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst“, 5. Mose 5,15) bis zu Jesus, dessen Eltern nach seiner Geburt mit ihm vor Herodes außer Landes fliehen (Mt 2,13ff.). Und der später den Umgang mit Fremden zu einem Maßstab des Weltgerichts gemacht hat: „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. […] Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,35.40)

Wenn Leute versuchen, das, was sie für das „christliche Abendland“ halten, vor Fremden zu retten, scheinen sie hier irgendwas nicht verstanden zu haben.

Das heißt nicht, dass Deutschland nun „alle aufnimmt“. Schon deshalb nicht, weil die meisten Menschen überhaupt nicht aus ihrer Heimat wegwollen, wenn sie nicht müssen. Und selbst wenn Menschen fliehen müssen, bleiben die allermeisten in Nachbarländern.

Das hat auch nichts mit „Gutmenschentum“ zu tun. Nein, „Flüchtlinge“ sind weder bessere noch schlechtere Menschen als Sie und ich. Es sind einfach Menschen auf der Flucht. Oft Familien mit Kindern. Oft junge Männer, weil sie am ehesten eine Chance haben, für die anderen „durchzukommen“. Menschen zum Teil mit tief traumatischen Erfahrungen. Viele mit großer Energie, Hoffnung, Tatkraft.

Es hilft sehr, wenn wir mit dem abstrakten, sorgenvollen Reden über „die Flüchtlinge“ aufhören – und stattdessen mit den konkreten Menschen reden, die es auf ihrer Flucht zu uns geführt hat. Mit Menschen wie Ahmad Dakhnous, den ich letztes Jahr kennenlernen durfte. Ahmad ist als Palästinenser aus Damaskus nach Deutschland geflohen und studiert hier Politik. Es gibt wenige Menschen, die ich jemals so von Demokratie habe schwärmen hören wie ihn. Gemeinsam mit Mitstudent/innen hat Ahmad ein Projekt gestartet, um Integrationskurse weiterzuentwickeln. Weg von Multiple-choice-Fragen hin zur Begegnung mit „Menschen von hier“ – gleich welcher Kultur, Religion oder sexuellen Orientierung. Manchmal verstehen „Fremde“ besser, was unser Land wirklich auszeichnet:

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. […] Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Art. 3 GG)

Ich nehme das Thema „Flüchtlinge“ auch deshalb persönlich, weil ich nicht möchte, dass meine Kinder und Enkel einmal in einer lieblosen Gesellschaft leben müssen, wo christliche Werte wie Nächstenliebe oder Barmherzigkeit nichts mehr gelten. In einem Land, in dem man es hinnimmt, dass Menschen ertrinken, nur, weil sie nicht „von hier“ sind. In einem Europa, in dem zu uns Geflüchtete unter menschenunwürdigen Umständen leben – wie etwa in den Lagern in Bosnien oder auf den griechischen Inseln. Auch meine Kinder wollen das nicht und sehen sich überhaupt nicht gefährdet. Im Gegenteil: Sie und ich haben an verschiedenen Orten erlebt, wie gerade Menschen mit Fluchterfahrungen sich einbringen und mitarbeiten, um ihre neue Heimat zu schützen, die sie schützt.

Insofern bin ich überzeugt, dass Sie keine Sorge um Ihre Kinder oder Enkel haben müssen. Allenfalls davor, wenn man einen Keil in unsere Gesellschaft treibt, wenn man Menschen nach ihrer Abstammung anstatt nach ihrer Person beurteilt und so unsere offene, demokratische Gesellschaft gefährdet. Davor behüte uns Gott!

„Fremde“ und „Heimat“

„Fremde“ ist der Ort,
an dem man angewiesen ist
auf die Hilfe, Zuwendung, Barmherzigkeit
von Menschen, die man nicht kennt.
„Heimat“ ist der Ort,
an dem man sie erfährt. (TL)

Ursprünglich erschienen unter: „… weil auch Du ein Fremdling warst.“ An alle, die Angst vor „Flüchtlingen“ haben - EKiR - Präsesblog


 

Ausschreibung für Marie-Kahle-Preis läuft

Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten

Pressemitteilung des Diakonischen Werkes Bonn und Region

Zum zweiten Mal verleihen die beiden evangelischen Kirchenkreise der Region den Marie-Kahle-Preis für Projekte in der Flüchtlingsarbeit, die von ehrenamtlichem Engagement getragen werden.

Im Anschluss an den Abschlussgottesdienst der Interkulturellen Woche werden im Rahmen einer Preisverleihung am 26. September Projekte und Initiativen ins Rampenlicht gerückt, die sich mit ihrer Arbeit für die Integration von Geflüchteten einsetzen. Sie leisten damit aktiv einen Beitrag zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und sollen dafür gewürdigt werden.

Die diesjährigen Preisträger:innen werden in drei Kategorien geehrt:
Kinder, Frauen und Flucht
Durchhalten! Flüchtlingshilfe in Zeiten von Corona
Es gibt ein Leben nach Corona – neue Ideen für die Zukunft

Sollte eine Präsenzveranstaltung nicht umsetzbar sein, planen die Veranstalter eine digitale Variante der Preisverleihung. Die Ausschreibungsphase hat begonnen. Ehrenamtliche Initiativen haben bis zum 30. Juni 2021 die Chance, ihr aktuelles Projekt oder auch ihr geplantes Projekt einzureichen.

Veranstalter des Marie-Kahle-Preises sind das Diakonische Werk Bonn und Region, die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn sowie das Diakonische Werk Euskirchen. Pro Kategorie werden 700 Euro als Preisgeld ausgelobt, die die beiden evangelischen Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel zur Verfügung stellen. Die Entscheidung, welche Projekte in der jeweiligen Kategorie gewinnen, trifft eine Jury, der unter anderem die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn, Coletta Manemann, Kaveh Javadi, selbst geflüchteter Aktiver aus der Flüchtlingshilfe, Bernhard von Grünberg für den UNHCR und Kirchenrat Rafael Nikodemus, Migrationsexperte der evangelischen Landeskirche, angehören.

Der Preis ist benannt nach Marie Kahle. Die Bonnerin hat nach der Reichspogromnacht am 10. November 1938 jüdischen Ladenbesitzern geholfen, den Schaden, den Nationalsozialisten verursacht hatten, zu beheben und aufzuräumen. Allein wegen ihrer Solidarität machte sie das NS-Regime zur Zielscheibe und sie musste mit ihrer Familie aus Deutschland fliehen.

Pressemitteilung als pdf

Ausschreibung_für_den_Marie-Kahle_Preis_2021.pdf

Save_the_Date.pdf


 

Marie-Kahle-Preis: Anerkennung und Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe

Bewerbung bis 30. Juni 2021

Bereits zum zweiten Mal können sich in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit Engagierte für den Marie-Kahle-Preis bewerben, den die Evangelischen Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel ausschreiben. Bewerbungen sind bis Ende Juni 2021 möglich.

Die feierliche Preisverleihung findet am 26. September 2021 in der Bonner Kreuzkirche am Kaiserplatz statt.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche verleihen die drei Bonner Kirchenkreise den Marie-Kahle-Preis bei einer Festveranstaltung.

Bis zum 30. Juni 2021 können sich Ehrenamtliche und Initiativen aus der Flüchtlings- und Integrationsarbeit in drei Kategorien bewerben:

Schutz und Integration von Kindern und Frauen
Durchhalten! Flüchtlingshilfe in Zeiten von Corona
Raus aus der Corona-Warteschleife – Perspektiven für die Zukunft

Die Ehrenamtskoordinatorinnen von Diakonie und EMFA unterstützen gerne bei den Bewerbungen!

Mehr zur Verleihung des Marie-Kahle-Preises finden Sie auf der Facebookpräsenz unserer Gruppe
"TeamGeist - Miteinander Leben in Bonn"

sowie auf der Seite des Evangelischen Kirchenkreises Bonn .


 



„ICH DENK AN DICH“

Ich denk an Dich

GEDENKEN FÜR DIE VERSTORBENEN DER CORONA-PANDEMIE

Seit über einem Jahr spüren die Menschen in der ganzen Welt, in Deutschland und auch in Bonn und Umgebung die Folgen der Corona-Pandemie. Erfahren viele Menschen nur die Einschränkungen, so gibt es andere, die persönlich durch Infektion mit Covid-19 krank geworden oder sogar gestorben sind. In Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis sind das bisher mehr als 650 Menschen. Ich weiß nicht genau, wie viele Geflüchtete und Migrant*innen darunter sind, möchte an dieser Stelle jedoch für die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit auf ihr Schicksal hinweisen.

Wer an die Coronatoten denkt, drückt sein Mitgefühl mit den Betroffenen und ihren Angehörigen aus. Mit jeder und jedem. Sterben in der Pandemie ist besonders hart, weil oft sehr einsam. Angehörige durften ihren Lieben in den letzten Minuten oft nicht nahe sein. Ihnen unsere Teilnahme zu versichern, kann trösten. Es ist wichtig, nicht zu vergessen. Dafür stille zu werden und zu beten.

Am Sonntag, dem 18. April 2021, fand dazu auf Idee von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht nur im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt eine zentrale Gedenkveranstaltung statt. Auch in Bonn gab es verschiedene Angebote, sich an die Verstorbenen während und durch die Corona-Pandemie zu erinnern. Stadtdechant Picken und Superintendent Pistorius eröffneten bereits am Sonntagmittag eine Gedenkinstallation für alle Bonner Coronatoten im Kreuzgang von St. Remigius. Danach bot von 15.00 bis 20.00 Uhr die Evangelische Kirche Bonn auf dem X-tra-Platz vor der Kreuzkirche unter Wahrung der Infektionsschutzmaßnahmen Gelegenheit zum stillen Gedenken und Gebet. Dazu konnten Kerzen angezündet und aufgestellt werden. Seelsorger*innen boten Betroffenen Begleitung an.

Das Gedächtnis kann jede und jeden von uns darüber hinaus daran erinnern, wofür wir uns auch während der Corona-Pandemie anstrengen, wofür wir verzichten, warum wir leiden. Weil wir wollen, dass möglichst wenige krank werden oder gar sterben. Dafür möchte ich mit Ihnen beten. Auch um Zuversicht für ein Ende der Pandemie.

Pfarrer Dirk Voos


 

Hallo Roadbox!

Crossroads Roadbox

Themenportal zur Beratung geflüchteter Menschen mit Behinderung ist ab dem 14. April online

Welche Leistungen kann ich für einen geflüchteten Menschen mit Behinderung beantragen? Wann besteht Anspruch auf Auszug aus einer Erstaufnahme-Einrichtung? Wie beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis? Und was kann ich tun, wenn der gestellte Leistungsantrag abgelehnt wurde?

Fragen wie diese beantwortet die Roadbox des Projekts Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung. von Handicap International. Die Roadbox wendet sich an Fachkräfte aus der Geflüchteten- und Behindertenberatung, die geflüchtete Menschen mit Behinderung besser unterstützen wollen. Die Roadbox ist ein barrierefreies Online-Themenportal mit mehr als 30 Texten, Videos, Checklisten und Handlungsempfehlungen, das Handicap International in Zusammenarbeit mit renommierten Fachautor*innen erarbeitet hat. Die Roadbox ist somit gewissermaßen Deutschlands erstes Wikipedia zum Thema Beratung an der Schnittstelle Flucht und Behinderung.

Das Portal bietet Informationen zu Themen wie Asylverfahren, Anspruchsgrundlagen für Leistungen, Leistungsdurchsetzung, Spracherwerb und Empowerment. Es wurde im Rahmen des Projekts Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung. von Handicap International entwickelt. Der Name Roadbox bezeichnet dabei den Weg, auf dem das Themenportal Fachkräfte in der Beratung begleitet – und in der Box finden Berater*innen alles was sie brauchen, um im komplizierten Themenfeld von Flucht und Behinderung nicht frühzeitig aufzugeben.

Das klingt spannend? Seien Sie gern bei der Eröffnungsveranstaltung dabei! Nehmen Sie an unserem Online-Event am 14. April um 14 Uhr teil und erfahren Sie alles über die Roadbox – und darüber, wie Sie konkret für Ihre Beratung vom Themenangebot profitieren. Klicken Sie hier, um sich zur Veranstaltung anzumelden: bit.ly/RoadboxLaunch. Sie haben am 14. April keine Zeit? Ab dem 14. April erreichen Sie die Roadbox unter bit.ly/Roadbox. Bei Fragen kontaktieren Sie gern Projektleiterin Dr. Susanne Schwalgin unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir freuen uns auf Sie!


 

Siebtes Treffen des bundesweiten Netzwerks Flucht, Migration und Behinderung

Bericht von J. Michael Fischell

Am 23. und 24.02.2021 trafen sich die Teilnehmer*innen des bundesweiten Netzwerkes Flucht, Migration und Behinderung zu ihrem inzwischen siebten Fachaustausch.

Von der Relevanz der Schnittstelle Flucht und Behinderung in Deutschland zeugte die in der Netzwerkgeschichte bisher größte Zahl von 40 Teilnehmer*innen; darunter auch als Vertreter der EMFA (Integrationsagentur) Bonn, J. Michael Fischell. Coronabedingt fand das Treffen erneut digital statt.

Das Netzwerktreffen fällt 2021 in ein Jahr, in welchem sich die Covid-19-Pandemie fortsetzt. Mit ihr gehen weiterhin große Risiken für geflüchtete Menschen mit Behinderung einher, da sie in vielen Fällen von einem schweren Krankheitsverlauf bedroht sind. Zugleich bringt die Pandemiesituation große Erschwernisse für die Beratungsarbeit mit sich. Schwerpunkthaft nahm das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung die Frage einer notwendigen Identifizierung besonderer Schutz- und Unterstützungsbedarfe geflüchteter Menschen mit Behinderung in den Blick. Entgegen Deutschlands unionsrechtlicher Verpflichtung (EU-Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU, Art. 22) findet eine Identifizierung behinderungsspezifischer Schutzbedarfe im Rahmen des Asylaufnahmeerfahrens aktuell nicht systematisch statt. Barrieren, Diskriminierung und Benachteiligung bleiben so oft unerkannt, was z.B. massive Folgen für das Asylverfahren der Betroffenen nach sich ziehen kann.

Im Rahmen des Netzwerktreffens tauschten sich die Teilnehmer*innen über mögliche Modelle und ihre Einbettung in das bestehende Aufnahmesystem aus. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl war es den Teilnehmer*innen zudem ein wichtiges Anliegen, auf die notwendigen Änderungsbedarfe an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung hinzuweisen und die Politik zukünftig dazu zu bewegen, dass die Belange von geflüchteten Menschen mit Behinderung besser bzw. überhaupt erkannt und vertreten werden. Hierzu ist für den 09.06.2021 eine fachpolitische Veranstaltung geplant, bei der Veränderungsbedarfe an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung mit politischen Akteur*innen diskutiert werden sollen. Auch ist der Launch der Road Box von Crossroads geplant, eine Toolbox für Fachkräfte, die an der Schnittstelle Flucht und Behinderung arbeiten, bei dessen Erstellung das Netzwerk das Projekt Crossroads im letzten Jahr unterstützt hat.

Die Ziele des Netzwerks für das kommende Jahr sind demnach groß und hoffentlich politisch tiefgreifend. Umso bedauerlicher ist es, dass einige der am Netzwerk teilnehmenden Projekte aufgrund fehlender Finanzierung vor Veränderungen, z.T. auch einer Beendigung stehen. Unsicher ist auch die weitere Finanzierung des Projektes Crossroads, welches die Gründung des Netzwerkes Ende 2018 initiierte und seitdem dessen Arbeit koordiniert. Die Netzwerkteilnehmer*innen diskutierten vor diesem Hintergrund die Frage, in welcher Form die Arbeit bei geringen oder ganz wegfallenden Koordinierungskapazitäten fortgesetzt werden kann.


 

Impuls zu Ostern 2021: Es ist möglich!

Kerze

Ostern feiern wir als Christen, dass Jesus den Tod überwunden hat. Er hat Leid, Gewalt und Tod ausgehalten. Ohne seinen Weg zu verlieren, ist er schließlich lebend an sein Ziel gekommen. Sein
Vorbild und die Geschichte seiner Auferstehung zeigt: Viel mehr, als wir glauben, ist möglich. Es ist möglich, dass am Ende alles gut wird. Wir dürfen leben. Auf solches Leben darf jede und jeder sich freuen.

Doch wie können Sie die Auferstehung Jesu erfahren, um daran zu glauben und sich zu freuen? Wir können heute nichts mehr sehen, wie seine Anhängerinnen und Anhänger damals. Nur weil Ostern ist, wird auch nicht alles gleich gut. Vieles, was uns das Leben schwer macht, bleibt vorerst. Die Gefahr durch den Coronavirus genauso wie die Last der dadurch notwendigen Einschränkungen, die Sorge um die wirtschaftliche Existenz oder das viele Leid durch Klimakatastrophen und Kriege überall auf der Welt. Und noch vieles mehr. Menschen hungern deshalb und sind auf der Flucht, um einen sicheren Ort zu finden.

Doch Ostern stärkt die Hoffnung. Ostern gibt Anlass zur Zuversicht: Es ist möglich. Leid, Gewalt und Tod werden irgendwann nicht mehr sein. Es ist möglich. Das Leben wird siegen. Es wird gut. Dafür zünde ich eine Kerze an. Dafür setze ich mich ein.

Machen Sie mit! Frohe Ostern.
Ihr Pastor Dirk Voos

2021_Osterimpuls.pdf


 

Die große Freiheit!

2021 Motto

7. Spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum!

Sieben Wochen ohne Blockaden zu leben, wie war’s? Wie geht es Ihnen jetzt? Hat es geklappt, blockierende Hindernisse zu umgehen oder wegzuräumen? Haben Sie mehr Spielraum gewonnen?

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen nach diesen sieben Wochen weniger Blockaden die Sicht und den Weg versperren. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mehr Gespür für Ihre Spielräume entdeckt haben. Diese Spielräume bieten große Freiheit.

Solch gewonnene Freiheit feiern die Juden schon seit dem 27. März bis 4. April in diesem Jahr beim Pessachfest als Erinnerung an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Für Christen ist nach dem Tiefpunkt des Todes Jesu an Karfreitag Ostern Hoffnungszeichen der Befreiung zum Leben über das Sterben hinaus. Wenn der Stein vor dem Grab Jesu weggerollt ist, ist das letzte Hindernis für zuversichtliches Leben weggeräumt. Es gibt Spielraum über den Tod hinaus. Angst muss mich nicht mehr hemmen zu leben, wie ich es richtig finde. Nutzen Sie die Freiheit für sich selbst und für andere – für eine gerechte, friedliche Welt voller Spielräume für ein gutes Leben.

Ihr Pastor Dirk Voos

2021_7._Fastenimpuls.pdf