Zum Weltfrauentag 2021

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2021 erschien dieser Artikel über die Situation von Frauen auf der Flucht, den wir Ihnen besonders empfehlen. 

https://www.rettungskette.eu/de/gedanken-zum-weltfrauentag/ 

Für den 18. September 2021 ist eine "Rettungskette für Menschenrechte" von Norddeutschland über Hamburg, Hannover, Bielefeld, Dortmund, Köln, Koblenz, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm und dann über Österreich und Italien zum Mittelmeer geplant, die ein Zeichen für Offenheit und gegen die Abschottungspolitik der Europäischen Union werden soll.

Über den Stand der Vorbereitungen halten wir Sie auf dem Laufenden.


 

Das Spiel mit dem Nein

2021 Motto

3. spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum!

Um Blockaden aufzuheben, muss ich manchmal „Nein“ sagen und entsprechend handeln. Wer „Ja“ sagt, setzt zwar keine Grenzen für Spielraum, lässt aber seinen Spielraum von anderen bestimmen. Manchmal auch eingrenzen und blockieren.

Sieben Wochen auf etwas zu verzichten, „Nein“ zu etwas zu sagen, ist eine eigene freie Entscheidung. Durch das „Nein“ des Verzichts nutze ich die eigene Freiheit, meinen Spielraum und die Grenzen dieses
Raumes selbst zu bestimmen. Anderen gegenüber, aber auch mir selbst gegenüber.

Fangen Sie also bei sich selbst an, „Nein“ zu sagen zu etwas, was Ihnen an sich selbst nicht gefällt. Was Sie nicht richtig finden. Nicht zu tun, was Sie zwar reizt, Ihnen aber nicht gut tut. Nein, ich muss jetzt kein Stück Schokolade essen. Nein, ich muss jetzt nicht meinen Kopf durchsetzen. Vielleicht ist der Vorschlag der anderen genauso gut. Spielen Sie mal eine Woche „Nein“ sagen. Nicht zu allem, aber ganz bewusst in bestimmten Fällen.

Versuchen Sie das aber nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch bei gesellschaftlichen Fragen. Sagen Sie doch mal laut „Nein“, wenn Sie hören, wie jemand andere diskriminiert. Zeigen Sie ausdrücklich Ihr „Nein“, indem Sie für Diskriminierte persönlich eintreten – direkt in persönlichen Alltagsbegegnungen, aber auch durch Beteiligung an öffentlichen Aufrufen, z.B. zur Unterstützung von Schiffsflüchtlingen oder zum Schutz gegen Antisemitismus.

Spielen Sie mal eine Woche intensiver mit dem „Nein“. Lassen Sie sich überraschen, was das bewirkt.

Ihr Pastor Dirk Voos

2021_3._Fastenimpuls.pdf


 

Sozialberatung bis 18. April 2021 ausgesetzt

Leider müssen wir aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung mit dem verschärften Lockdown unsere persönliche Sozialberatung vor Ort im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

voraussichtlich bis zum 18. April 2021

aussetzen. Wir bedauern diesen Schritt zutiefst, leider blieb uns keine andere Entscheidung übrig.

In dringenden Fällen steht Ihnen unsere Ehrenamtskoordinatorin Carina Pfeil unter der Rufnummer: 0174-1658544 zur Verfügung. 

Wir hoffen sehr, unsere Sozialberatung schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können.


 

Von der Rolle

2021 Motto

2. spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum!

Lass dich aus der Rolle fallen,
damit du aus der Falle rollst.
(Alfred Kirchmayr)

Sieben Wochen nach Blockaden im eigenen Leben zu suchen, ist die Chance zu überprüfen: Wer bin ich? Wer will ich sein?

Wenn Sie intensiv darüber nachdenken, wer sie sind, werden Sie erkennen, wie viele Sie sind. Jeder und jedem werden ganz verschiedene Rollen zugewiesen. Und Sie übernehmen sie: Rollen, die Sie gerne mögen und die zu Ihnen passen, aber auch Rollen, die Sie hemmen oder Ihnen sogar weh tun.

Aus solchen Schubladen auszubrechen und solche Blockaden zu lösen, indem Sie das Spielen dieser Rollen aufgeben, ist nicht leicht. Ich erinnere wieder an die Sachzwänge, an die „Verhältnisse, die halt so sind“.

Doch Sie müssen in der Situation nicht verharren. Sie können sich auch aufmachen und Neues probieren. Versuchen Sie es. Fallen Sie mal aus der Rolle und tun etwas Überraschendes. Riskieren Sie zu tun, was Sie gerne möchten. Trauen Sie sich zu werden, wer Sie (bei Gott) längst sind.

Ihr Pastor Dirk Voos

2021_2._Fastenimpuls.pdf


 

Aufruf zum Bonner Ostermarsch 2021

Gerechten Frieden schaffen – weltweit solidarisch!
Nein zu Aufrüstung, Waffenexporten und Krieg!

Im Schatten von Corona werden europa- und weltweit militärische Konflikte und Kriege ausgetragen – mit ungezählten Opfern. Waffenexporte erreichen neue Rekordhöhen. Das Ergebnis: Tod und Zerstörung, Hunger und Flucht, Elendslager und Ertrinkende an Europas Außengrenzen.

Unsere Erfahrungen auch im Jahr 2020 haben uns deutlich vor Augen geführt: Die Bedrohungen der Menschheit sind nicht militärisch zu lösen. Die Bedrohungen der Menschheit heißen Klimakrise, Hunger und Pandemien – Resultate einer ungehemmten profit- und wachstumsorientierten Produktionsweise. Und diese Bedrohungen wachsen zusätzlich, wenn Milliarden in militärische Aufrüstung fließen statt in das Gesundheitswesen, in Bildung, in die Energiewende und den schonenden Umgang mit allen Ressourcen investiert zu werden.

Wir müssen neu denken: Unsere Sicherheit wird nicht durch neue Atombomber geschaffen, sondern durch den Ausbau des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens. Nicht durch neue Drohnen und Kriegswaffen, sondern nur durch einen solidarischen Zusammenhalt gegen die Gefahren von Hunger, Klimakatastrophen und Krankheiten. Wir brauchen Gerechtigkeit bei der Verteilung von Mitteln und Ressourcen, weltweit.

Wir fordern eine Abkehr vom militärischen Denken und Handeln!

Das ist auch unser Auftrag an die nächste Bundesregierung:
Ernsthafte Schritte zur Abrüstung. Nein zum 2%-Aufrüstungs-Ziel der NATO. Abzug der Atomwaffen aus Büchel (Eifel), Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO und voller Einsatz für Abrüstungsabkommen. Keine bewaffneten Drohnen. Stopp von Rüstungsexporten. Umwandlung von Militärbündnissen in zivile Sicherheitsbündnisse, die EU darf nicht weiter militärisch aufgerüstet werden.

Weiter fordern wir:
- Verstärkte Unterstützung internationaler humanitärer Organisationen zur Sicherstellung von Gesundheit und Versorgung Hilfebedürftiger und Geflüchteter.
- großzügige Aufnahme von Schutzsuchenden. Schaffung sicherer Flucht- und Migrationswege, das Sterben im Mittelmeer und das Elend der Lager an den EU-Außengrenzen stoppen!
- Solidarität und gerechte Handelsbeziehungen mit den von Krieg, Armut und Umweltzerstörung besonders betroffenen Ländern.
- Stärkung des solidarischen Miteinanders, auch durch gesetzliche Sicherung von armutsfesten Löhnen, bezahlbaren Mieten und ein existenzsicherndes Grundeinkommen.

Frieden und soziale Gerechtigkeit weltweit – dafür lasst uns streiten!

Aufruf_Bonner_Ostermarsch_2021.pdf


 

Spielraum!

 2021 Motto

Erster spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit

Alles auf Anfang

Ein Anfang muss nicht immer am Anfang stehen. Sich sieben Wochen ohne Blockaden vorzunehmen, verlangt viel. Vielleicht ist es gar nicht möglich, weil Sie nicht für alles, was etwas in Ihrem Leben und Alltag blockiert, selbst verantwortlich sind. Oft blockieren uns andere mit ihren Erwartungen und Ansprüchen. Oder sogenannte „Sachzwänge“?

Ich möchte Sie ermutigen, mit einem „Sachzwang“ anzufangen. Überlegen Sie: Gibt es wirklich keine Alternative? Wenn Sie noch einmal anfangen würden und etwas anders machten, was würde sich dann ändern? Könnten Sie das versuchen? Was hindert Sie?

Ich bin überzeugt, dass es für alles, was ich tun kann, nie zu spät ist. Lieber spät als gar nicht. Genauso kann ich auch immer wieder neu anfangen. Ich muss mich nicht von der Vergangenheit hemmen und blockieren lassen. So gewinne ich Spielraum. Versuchen Sie es. Ändern Sie etwas, nur eine Kleinigkeit. Lassen Sie sich überraschen, was das bewirkt.

Ihr Pastor Dirk Voos

2021_1._Fastenimpuls.pdf


 

7 Wochen Ohne

2021 Motto

Wie in den vergangenen Jahren möchte ich auch dieses Jahr zur Fastenaktion der Evangelischen Kirche einladen.

Seit mehr als 30 Jahren lädt „7 Wochen Ohne“ dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten - dieses Jahr unter dem Motto:
„Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“.

In dieser Zeit können Sie sich vornehmen, etwas anders zu machen als sonst, zum Beispiel bewußt auf Alkohol, Schokolade oder etwas anderes zu verzichten. Nicht weil andere es fordern, auch nicht wegen Corona, sondern als bewußte eigene Entscheidung. Sie können nachspüren, wie sich diese Änderung Ihres Lebensalltags anfühlt.

„Sieben Wochen ohne Blockaden – Spielraum“ möchte Sie darüber hinaus ermuntern, nicht nur auf etwas zu verzichten, sondern positiv neue Spielräume zu entdecken. Zu probieren, was Sie noch nicht gemacht haben, aber gerne einmal versuchen wollen.

Parallell dazu biete ich wieder an, dass Sie auf der Homepage der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) ab Donnerstag, den 18. Februar 2021 bis Gründonnerstag, den 1. April wöchentlich einen Ideenimpuls finden können.

Eine Ihren Spielraum erweiternde Fastenzeit wünscht
Pfarrer Dirk Voos


 

LITANEI “WE WILL REMEMBER YOU”

Wir werden an euch denken
am frühen Morgen, wenn die Sonne aufgeht
Und wieder wenn sie untergeht und die Nacht kommt.

Wir werden an euch denken
Am Anfang des Jahres
Und an seinem Ende.

In der Stille des Winters
Und wenn der Sturm gegen unsere Fenster schlägt
Werden wir an euch denken.

Wir werden an euch denken
Wenn der Mandelbaum Knospen trägt
Und die ersten Tulpen blühen.

Wir werden an euch denken
In der Hitze des Sommers
Wenn das Land dürr wird und die Menschen durstig.

Wir werden an euch denken
Die Wellen schlagen an den Strand
Die Schiffe machen sich bereit abzulegen.

Wir werden an euch denken
Während wir sitzen vor unseren Fernsehern, gebeugt sind über unsere Handys.

Wenn sie wieder diskutieren über Flucht und Migration,
werden wir euch nicht vergessen.

In den Straßen und auf den Plätzen unserer Städte und Dörfer
Wenn wir die treffen, die geflohen sind um ihr Leben zu retten,
werden wir an euch denken.

Eure Angst, eure Schreie, euer Todeskampf ist Teil unseres Lebens.
Wir werden Widerstand leisten gegen Drohungen und Abschreckung, gegen den
Ausschluss von Menschen.

Wir werden alles tun, um Leben zu retten und zu beschützen.
Wir werden euch nicht vergessen.

Wir versprechen es.
Mögen all die Toten in Frieden ruhen.

Möge Gott euch gnädig sein.
Möge Sie uns Kraft geben zu kämpfen für Leben und Gerechtigkeit.
Amen.

Autorin unbekannt / Übersetzung ins Deutsche: Birgit Mattausch

Seenothilfe_Litanei_Wir_erinnern.pdf


 

NACH PSALM 1

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gewissenlosen
noch tritt auf dem Weg derer, die sagen:
„Selbst schuld, wer sich in ein solches Boot setzt!“
noch sitzt am rettenden Ufer und lästert über Gutmenschen.

Sondern weiß um den Wert des Lebens
und kämpft um Menschenrechte Tag und Nacht!

Der ist wie ein Rettungsschiff im Mittelmeer,
das da ist zur rechten Zeit,
es hat genügend Schwimmwesten an Bord.
Und es hat Platz für alle.

Aber so sind die Gewissenlosen nicht,
sondern wie Gischt, die der Wind verweht.
Darum bestehen die Gewissenlosen nicht vor Gericht
noch die EU-Asylpolitik in der Gemeinde derer, die sagen:
Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt!

Denn Gott kennt den Weg der Gerechten,
aber der Gewissenlosen Weg vergeht.

Bärbel Greiler-Unrath

Psalm_1_Seenotrettung.pdf


 

Webseite www.wirmiteinander.de in neuer Aufmachung

Durch die Homepage www.wirmiteinander.de wird Akteuren der Migrations- und Zuwanderungsgesellschaft regional und landesweit in NRW eine Plattform gegeben, wo Initiativen und Wohlfahrtsverbände sowie unabhängige Einrichtungen über ihre Projekte berichten können, um gemeinsam für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft aufzutreten.

Die wichtigsten Aufgaben und Ziele lauten:

  • Förderung und Gestaltung des Integrationsprozesses
  • Förderung einer vorurteilsfreien und toleranten Gesellschaft
  • Vermeidung von Stereotypenbildung und Xenophobie
  • Förderung und Unterstützung der interkulturellen Kompetenz
  • Förderung der interkulturellen Kommunikation
  • Entwicklung friedlicher Konfliktlösungen
  • Stärkung der Eigeninitiative und des Selbstbewusstseins aller Bürgerinnen und Bürger
  • Aktiv sein gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

"Wir miteinander" ist ein Projekt der EMFA / Integrationsagentur, gefördert durch:
die Landesregierung Nordrhein-Westfalen,
die Stabsstelle Integration der Bundesstadt Bonn,
die Evangelische Kirche im Rheinland
und den Evangelischen Kirchenkreis Bonn