Geht doch!

2021 Motto

5. Spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum! 

„Wir schaffen das.“ 2015 haben viele Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Worte geglaubt. Das Vertrauen darauf hat der „Willkommenskultur“ damals viel Auftrieb gegeben. Mit dieser Kraft wurde sehr viel erreicht. Die Zuversicht bestätigte sich: Geht doch. Viel Gutes zur Aufnahme und Integration der damals zu uns kommenden Menschen gelang. Doch dann trübten Schwierigkeiten und Enttäuschungen.die begeisternden Anfangserfahrungen.

Es war, wie so oft im Leben, nichts geht immer gut. Was auch immer Menschen tun, nichts klappt durchgehend und vollkommen. Es können immer sowohl im privaten wie im öffentlichen Bereich Hindernisse auftreten, die gutes Gelingen blockieren. Von diesen Schwierigkeiten kann ich mich entmutigen lassen und aufgeben. Ich kann jedoch genauso versuchen, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Ich erinnere mich in solchen Situationen oft an die Geschichte von einem, der die Steine, die seinen Weg blockierten, wegräumte und daraus eine Brücke baute, um einen Fluss sicher überqueren zu können.

Dazu möchte ich Sie in dieser Woche ermutigen. Verstehen Sie „Sieben Wochen ohne Blockaden“ als Aufforderung, Blockaden des Lebensspielraums für sich und andere wegzuräumen, damit mehr geht als zuerst scheint. Seien Sie kreativ und mutig. Ich wünsche Ihnen, dass Sie abschließend die schöne Erfahrung machen: Geht doch! Ihr

Pastor Dirk Voos

2021_5._Fastenimpuls.pdf


 

Dir zuliebe?

4. spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum!

2021 Motto

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das ihre, sie lässt sich nicht erbittern.
(1. Korintherbrief 13,4+5)

Sieben Wochen Blockaden in meinem Leben wegzuräumen, betrifft auch meinen Spielraum zum Lieben. Wie viel tue ich anderen zuliebe, ohne mich selbst zu vernachlässigen? Macht mir die Liebe Freude
oder fesselt sie mich? Ist, was mich einengt und sich nicht gut anfühlt, überhaupt Liebe? Wie viel darf ich von der Liebe erwarten? Wie viel dürfen andere erwarten?

Wenn jemand sich der Liebe wegen aufgibt oder Unrecht aushält, ist das unverhältnismäßig. Ich halte das für lieblos. Liebe soll das Gleichgewicht zwischen den Liebenden wahren, damit alle angemessen berücksichtigt werden und sich wohlfühlen können. Das gilt für mir Nahestehende genauso wie für Fremde. Mit dem Maß der Liebe versuche ich deshalb meine Aufmerksamkeit zu verteilen, ohne mich selbst zu vernachlässigen, damit ich nicht verbittere. Aber genauso achte ich darauf, was andere brauchen. Ich versuche sie zu lassen, wie sie sind, auch wenn mir etwas fremd ist. Trotzdem möchte ich nicht von ihnen lassen. Jede und jeder ist in seiner Individualität so weit zu respektieren, wie es das Zusammenleben nicht stört. Nur dann können Menschen sich wohlfühlen.

Versuchen Sie in dieser Woche, ganz bewusst nach dem Maßstab der Liebe zu handeln - gemäß der Liebe zu sich selbst wie zu anderen. Bleiben Sie besonders dann aufmerksam, wenn Sie sich über etwas ärgern oder Ihnen etwas Sorgen bereitet oder Angst macht. Aber auch dann, wenn Sie wohlig Liebe spüren. Bleiben Sie neugierig und lassen sich auf Fremdes ein. Nutzen Sie fröhlich ihren Spielraum
zu lieben.

Ihr Pastor Dirk Voos

2021_4._Fastenimpuls


 

Das Spiel mit dem Nein

2021 Motto

3. spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum!

Um Blockaden aufzuheben, muss ich manchmal „Nein“ sagen und entsprechend handeln. Wer „Ja“ sagt, setzt zwar keine Grenzen für Spielraum, lässt aber seinen Spielraum von anderen bestimmen. Manchmal auch eingrenzen und blockieren.

Sieben Wochen auf etwas zu verzichten, „Nein“ zu etwas zu sagen, ist eine eigene freie Entscheidung. Durch das „Nein“ des Verzichts nutze ich die eigene Freiheit, meinen Spielraum und die Grenzen dieses
Raumes selbst zu bestimmen. Anderen gegenüber, aber auch mir selbst gegenüber.

Fangen Sie also bei sich selbst an, „Nein“ zu sagen zu etwas, was Ihnen an sich selbst nicht gefällt. Was Sie nicht richtig finden. Nicht zu tun, was Sie zwar reizt, Ihnen aber nicht gut tut. Nein, ich muss jetzt kein Stück Schokolade essen. Nein, ich muss jetzt nicht meinen Kopf durchsetzen. Vielleicht ist der Vorschlag der anderen genauso gut. Spielen Sie mal eine Woche „Nein“ sagen. Nicht zu allem, aber ganz bewusst in bestimmten Fällen.

Versuchen Sie das aber nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch bei gesellschaftlichen Fragen. Sagen Sie doch mal laut „Nein“, wenn Sie hören, wie jemand andere diskriminiert. Zeigen Sie ausdrücklich Ihr „Nein“, indem Sie für Diskriminierte persönlich eintreten – direkt in persönlichen Alltagsbegegnungen, aber auch durch Beteiligung an öffentlichen Aufrufen, z.B. zur Unterstützung von Schiffsflüchtlingen oder zum Schutz gegen Antisemitismus.

Spielen Sie mal eine Woche intensiver mit dem „Nein“. Lassen Sie sich überraschen, was das bewirkt.

Ihr Pastor Dirk Voos

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Von der Rolle

2021 Motto

2. spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit: Spielraum!

Lass dich aus der Rolle fallen,
damit du aus der Falle rollst.
(Alfred Kirchmayr)

Sieben Wochen nach Blockaden im eigenen Leben zu suchen, ist die Chance zu überprüfen: Wer bin ich? Wer will ich sein?

Wenn Sie intensiv darüber nachdenken, wer sie sind, werden Sie erkennen, wie viele Sie sind. Jeder und jedem werden ganz verschiedene Rollen zugewiesen. Und Sie übernehmen sie: Rollen, die Sie gerne mögen und die zu Ihnen passen, aber auch Rollen, die Sie hemmen oder Ihnen sogar weh tun.

Aus solchen Schubladen auszubrechen und solche Blockaden zu lösen, indem Sie das Spielen dieser Rollen aufgeben, ist nicht leicht. Ich erinnere wieder an die Sachzwänge, an die „Verhältnisse, die halt so sind“.

Doch Sie müssen in der Situation nicht verharren. Sie können sich auch aufmachen und Neues probieren. Versuchen Sie es. Fallen Sie mal aus der Rolle und tun etwas Überraschendes. Riskieren Sie zu tun, was Sie gerne möchten. Trauen Sie sich zu werden, wer Sie (bei Gott) längst sind.

Ihr Pastor Dirk Voos

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Spielraum!

 2021 Motto

Erster spiritueller Impuls zu 7 Wochen ohne Blockaden in der Fastenzeit

Alles auf Anfang

Ein Anfang muss nicht immer am Anfang stehen. Sich sieben Wochen ohne Blockaden vorzunehmen, verlangt viel. Vielleicht ist es gar nicht möglich, weil Sie nicht für alles, was etwas in Ihrem Leben und Alltag blockiert, selbst verantwortlich sind. Oft blockieren uns andere mit ihren Erwartungen und Ansprüchen. Oder sogenannte „Sachzwänge“?

Ich möchte Sie ermutigen, mit einem „Sachzwang“ anzufangen. Überlegen Sie: Gibt es wirklich keine Alternative? Wenn Sie noch einmal anfangen würden und etwas anders machten, was würde sich dann ändern? Könnten Sie das versuchen? Was hindert Sie?

Ich bin überzeugt, dass es für alles, was ich tun kann, nie zu spät ist. Lieber spät als gar nicht. Genauso kann ich auch immer wieder neu anfangen. Ich muss mich nicht von der Vergangenheit hemmen und blockieren lassen. So gewinne ich Spielraum. Versuchen Sie es. Ändern Sie etwas, nur eine Kleinigkeit. Lassen Sie sich überraschen, was das bewirkt.

Ihr Pastor Dirk Voos

2021_1._Fastenimpuls.pdf


 

LITANEI “WE WILL REMEMBER YOU”

Wir werden an euch denken
am frühen Morgen, wenn die Sonne aufgeht
Und wieder wenn sie untergeht und die Nacht kommt.

Wir werden an euch denken
Am Anfang des Jahres
Und an seinem Ende.

In der Stille des Winters
Und wenn der Sturm gegen unsere Fenster schlägt
Werden wir an euch denken.

Wir werden an euch denken
Wenn der Mandelbaum Knospen trägt
Und die ersten Tulpen blühen.

Wir werden an euch denken
In der Hitze des Sommers
Wenn das Land dürr wird und die Menschen durstig.

Wir werden an euch denken
Die Wellen schlagen an den Strand
Die Schiffe machen sich bereit abzulegen.

Wir werden an euch denken
Während wir sitzen vor unseren Fernsehern, gebeugt sind über unsere Handys.

Wenn sie wieder diskutieren über Flucht und Migration,
werden wir euch nicht vergessen.

In den Straßen und auf den Plätzen unserer Städte und Dörfer
Wenn wir die treffen, die geflohen sind um ihr Leben zu retten,
werden wir an euch denken.

Eure Angst, eure Schreie, euer Todeskampf ist Teil unseres Lebens.
Wir werden Widerstand leisten gegen Drohungen und Abschreckung, gegen den
Ausschluss von Menschen.

Wir werden alles tun, um Leben zu retten und zu beschützen.
Wir werden euch nicht vergessen.

Wir versprechen es.
Mögen all die Toten in Frieden ruhen.

Möge Gott euch gnädig sein.
Möge Sie uns Kraft geben zu kämpfen für Leben und Gerechtigkeit.
Amen.

Autorin unbekannt / Übersetzung ins Deutsche: Birgit Mattausch

Seenothilfe_Litanei_Wir_erinnern.pdf


 

NACH PSALM 1

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gewissenlosen
noch tritt auf dem Weg derer, die sagen:
„Selbst schuld, wer sich in ein solches Boot setzt!“
noch sitzt am rettenden Ufer und lästert über Gutmenschen.

Sondern weiß um den Wert des Lebens
und kämpft um Menschenrechte Tag und Nacht!

Der ist wie ein Rettungsschiff im Mittelmeer,
das da ist zur rechten Zeit,
es hat genügend Schwimmwesten an Bord.
Und es hat Platz für alle.

Aber so sind die Gewissenlosen nicht,
sondern wie Gischt, die der Wind verweht.
Darum bestehen die Gewissenlosen nicht vor Gericht
noch die EU-Asylpolitik in der Gemeinde derer, die sagen:
Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt!

Denn Gott kennt den Weg der Gerechten,
aber der Gewissenlosen Weg vergeht.

Bärbel Greiler-Unrath

Psalm_1_Seenotrettung.pdf


 

Webseite www.wirmiteinander.de in neuer Aufmachung

Durch die Homepage www.wirmiteinander.de wird Akteuren der Migrations- und Zuwanderungsgesellschaft regional und landesweit in NRW eine Plattform gegeben, wo Initiativen und Wohlfahrtsverbände sowie unabhängige Einrichtungen über ihre Projekte berichten können, um gemeinsam für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft aufzutreten.

Die wichtigsten Aufgaben und Ziele lauten:

  • Förderung und Gestaltung des Integrationsprozesses
  • Förderung einer vorurteilsfreien und toleranten Gesellschaft
  • Vermeidung von Stereotypenbildung und Xenophobie
  • Förderung und Unterstützung der interkulturellen Kompetenz
  • Förderung der interkulturellen Kommunikation
  • Entwicklung friedlicher Konfliktlösungen
  • Stärkung der Eigeninitiative und des Selbstbewusstseins aller Bürgerinnen und Bürger
  • Aktiv sein gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

"Wir miteinander" ist ein Projekt der EMFA / Integrationsagentur, gefördert durch:
die Landesregierung Nordrhein-Westfalen,
die Stabsstelle Integration der Bundesstadt Bonn,
die Evangelische Kirche im Rheinland
und den Evangelischen Kirchenkreis Bonn


 

Enkelkinder erzählen Geschichten über ihre Großeltern

Projekt der EMFA / Integrationsagentur

Die dritte Generation der Migrationsgesellschaft (Enkelkinder) teilt ihre Erfahrungen und die ihrer Großeltern mit, um aus der Vergangenheit zu lernen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt
zu stärken.

Ein Projekt der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur | Brüdergasse 16-18 | 53111 Bonn,
Telefon: 0228 69 74 91 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Menschen, die über Generationen hinweg in der selben Stadt leben, machen trotzdem die unterschiedlichsten Erfahrungen. Was, wenn das dazu führt, dass eine Generation es wagt, ihre Stadt, ihr Dorf, ihre Heimat zu verlassen? Was, wenn diese Generationen damit den Sprung in die Moderne und einen vollständigen kulturellen Wandel erlebt und das Leben ihrer Nachkommen für immer verändert?

Die Antworten auf all diese Fragen haben und sind wir, die Enkelkinder der Gastarbeitergeneration in Deutschland.

Wer eine Geschichte über seine Großeltern erzählen möchte, kann sich gerne bei uns melden.

Projektflyer als pdf


 

PRESSEMELDUNG DER UNO-FLÜCHTLINGSHILFE 1/2021

Bonn, 15. Januar 2021
Bonner Initiative für bessere Chancen auf Bildung
UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit

Die Bonner UNO-Flüchtlingshilfe engagiert sich für die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) und stiftet ihr sechs gebrauchte Laptops. Die EMFA stattet im Rahmen dieser Aktion Schüler*innen mit Migrations- und Fluchthintergrund schnell und unbürokratisch mit Laptops für den coronabedingten Distanzunterricht aus.

Hintergrund der Aktion: Durch die Corona-Krise treten Bildungsungleichheiten noch deutlicher hervor. Schüler*innen aus einkommensschwachen Haushalten haben oftmals nicht die technische Ausstattung, um an digitalen Unterrichtsformen teilzunehmen. Im Zuge der Laptopübergabe werden die Schüler*innen für die Teilnahme an digitalen Unterrichts- und Kommunikationsformen im Umgang mit dem Laptop geschult und fit gemacht.

„Eine tolle Aktion, die einmal mehr zeigt, was wir alle auch im Kleinen tun können, um Integration zu fördern und um Perspektiven für junge Menschen zu verbessern“, kommentiert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UNFlüchtlingshilfswerks UNHCR.

„Durch die erneute Schulschließung ist der Bedarf an Laptops in benachteiligten Familien so groß wie nie. Es gibt in Bonn Familien mit bis zu 5 schulpflichtigen Kindern, die keinen Laptop und somit keinen Unterricht haben“, berichtet Carina Pfeil, Projektkoordinatorin der EMFA.

Laptopprojekt

Carina Pfeil und Timon Steger von der Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn freuen sich über die Laptops, die von Peter Ruhenstroth-Bauer (rechts) heute in der Bonner Geschäftsstelle der UNO Flüchtlingshilfe übergeben wurden. 

Credit: UNO-Flüchtlingshilfe

Komplette Pressemitteilung als pdf